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Neue Pläne für das alte Hertie-Haus

Projektentwickler

In den Stillstand drei Jahre nach Schließung der Hertie-Immobilie scheint Bewegung zu kommen. Die Stadt hat Kontakt zu einem Projektentwickler, der konkretes Interesse an dem Gebäude im Herzen in der Innenstadt angemeldet hat.

LÜNEN

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 18.06.2012
Neue Pläne für das alte Hertie-Haus

Die Stadt gab die Zusammenarbeit mit einem Projetentwickler in Sachen Hertie-Gebäude bekannt. Er will Einzelhandelsgeschäfte ansiedeln.

Eine Zusammenarbeit sei vereinbart, bestätigte Beigeordneter Matthias Buckesfeld. Über den Namen des Projektentwicklers hüllt er sich in Schweigen. Die Pläne des Interessenten sehen Einzelhandel vor, der das hiesige Angebot ergänzt und Frequenz bringen soll  – im Rahmen des geltenden Bebauungsplans.  

Die Stadt setzt Vertrauen in sein Engagement: „Er ist in der Lage, vernünftige Arbeit abzuliefern“, erklärt Buckesfeld. Ob die Verhandlungen des Projektentwicklers mit den Eigentümern zum Erfolg führen, ob er die Immobilie abreißen oder im Bestand erneuern will – all das ist zum jetzigen Zeitpunkt offen.  Schon in der Vergangenheit hatten einige Investoren Lünen im Blick, vor allem aufgrund des guten Standorts mitten in der City. Doch als Hemmschuh erwies sich das komplizierte Unternehmensgeflecht. Verschachtelte Finanzmarktstrukturen und wechselnde Ansprechpartner gestalteten die Verhandlungen schwierig.

Hinzu kamen überhöhte Preisvorstellungen der insolventen britischen Finanzgruppe Dawnay Day. Die „Hertie Lünen Mercatoria B.V.“ trat zuletzt als verfügungsberechtigter Eigentümer auf, jede Hertie-Immobilie war in eine niederländische Firma überführt worden. Diese meldeten inzwischen beim Amtsgericht Hertogenbosch in der Provinz Limburg Insolvenz an.  Bereits Anfang des Jahres hatte Lünen, gemeinsam mit anderen Hertie-Kommunen, ausstehende Grundabgaben eingefordert. Bisher ohne Erfolg. Eine Zwangseintreibung ist durch die Insolvenz schwieriger geworden. Leichter wird es möglicherweise, die Immobilie jetzt über den Insolvenzverwalter zu erwerben. Bisher hatte der Eigentümer am Verkauf kein Interesse.

Mit einem Bild verdeutlicht Beigeordneter Matthias Buckesfeld die Rolle der Stadt: Sie stehe am Spielfeldrand und könne nicht in das Spiel eingreifen, aber die Akteure anfeuern. „Ich bin froh, dass wir durch den Stadtumbau die City attraktiver gestalten und so die Folgen des Hertie-Leerstands abmildern konnten“, sagt er. 

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