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Niemals allein aufs Eis

IM NORDEN Mit dem Frost kommt das Eis auf die Seen. Und mit dem Eis die Schlittschuhläufer. Damit das Vergnügen auf den zufrierenden Seen nicht in einer Katastrophe endet, hat die Kreisgruppe Lünen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) einen Verhaltenskatalog aufgelegt.

21.12.2007
Niemals allein aufs Eis

Nach den ersten Frostnächten ist es immer sehr spannende für die Kinder ob das Eis schon trägt um darauf herumzutollen. Da lauern dann auch die größten Gefahren einzubrechen.

„Sie sollten nicht gleich in den ersten kalten Tagen aufs Eis gehen. Sie sollten sich über den Zustand des Eises informieren“, erläutert der DLRG-Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Dennis Nehring. Ganz wichtig: „Betreten Sie nie allein die Eisfläche.“ Eltern sollten ihre Kinder informieren und sie auch begleiten. Vor dem Betreten der Eisfläche sollte man sich nach geeigneten Rettungsmitteln (Leiter, Seil) umsehen, rät der Fachmann.

Steht man erstmal auf dem Eis, sollte man bestimmte Signale beachten. „Dunkle Stellen deuten auf sehr dünnes Eis hin“, so Nehring. Er mahnt zu besonderer Vorsicht bei schneebedeckten Eisflächen und bewachsenen Uferzonen. Sobald die Tragfähigkeit des Eises nachlasse (Sprünge, Lufteinschlüsse, Risse o.ä.), sollte man sich sofort flach hinlegen, um das Eigengewicht auf eine möglichst große Fläche zu verteilen.

Unterkühlung

Im Falle eines Einbruches ist schnelle Hilfe geboten, denn durch die starke Unterkühlung im Eiswasser kann sich der Eingebrochene bereits innerhalb weniger Sekunden nicht mehr selber helfen. Dennoch sollte man Ruhe bewahren. „In jedem Fall muss die Feuerwehr unter Telefon 112 benachrichtigt werden“, so Dennis Nehring. Für Laien gilt: Nur retten, wenn eine Eigengefährdung ausgeschlossen ist.“

Als Eingebrochener kann man bei fester Eisdecke versuchen, sich aufs Eis zu schieben und in Bauchlage ans Ufer robben. „Nahe der Einbruchstelle niemals aufstehen“, rät Nehring. Als Helfer könne man dem Eingebrochenen einen umgedrehten Schlitten, ein Seil oder ein Leiter zuzuwerfen.

„Der Gerettete sollte mit Decken und trockenen Kleidern in einem beheizten Raum aufgewärmt werden. Keine warmen Wannenbäder“, so Nehring. Und kein Alkohol. Eher stark gezuckerte, warme Getränke.

Bergetod

„Der Eingebrochene darf bei starker Unterkühlung weder aktiv noch passiv stark bewegt werden, da es sonst zum so genannten Bergetod kommen kann“, so der DLRG-Mann.

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