Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Pfarrerin Gisela Kortenbruck sagt adieu

LÜNEN-SÜD Leicht fällt es Gisela Kortenbruck nicht, zu gehen. Andererseits freut sie sich auf eine neue Aufgabe und neue Herausforderungen. Nach zwölf Jahren als engagierte Pastorin im Entsendungsdienst sagt sie Ende August der Preußengemeinde in Lünen-Süd und Gahmen adieu.

von Von Beate Rottgardt

, 11.08.2008
Pfarrerin Gisela Kortenbruck sagt adieu

Zwei Themen, die Gisela Kortenbruck am Herzen liegen, auf einem Foto: Die Mädchen und Jungen des Kindergartens und die Kirchenmusik, hier symbolisiert durch ihre Trompete.

Am 1. September tritt die 49-Jährige dann ihre Pfarrstelle im ostwestfälischen Rahden (Nähe Dümmer See) an. „Ich musste schauen, wie es mit meiner beruflichen Zukunft weiter geht. In Lünen-Süd hatte ich keine verlässliche Perspektive“, erklärt sie.

Schweren Herzens gehe sie, denn mit dem südlichen Stadtteil fühlt sie sich schon verwachsen: „Es fällt auch der Gemeinde nicht leicht, viele sind sehr traurig.“ Und auch privat war es keine einfache Entscheidung nach Ostwestfalen zu wechseln. Denn Gisela Kortenbrucks Familie und Freunde leben in Bergkamen-Heil.

Andererseits hat sie es wohl bei ihrer neuen Stelle auch gut getroffen. „Die neue Gemeinde nimmt mich gut auf.“ Während sie in Lünen-Süd mehr Ruhrgebiet, mehr soziale Brennpunkte, erlebte, erwartet sie in Rahden dörfliche Struktur. „Außerdem gibt es dort fast nur evangelische Christen. Die Bevölkerungsstruktur ist anders als hier“, hat Gisela Kortenbruck erfahren. Sie ist gespannt auf ihre neuen Aufgaben als gewählte Pfarrerin. Vieles an Erfahrungen und auch Herzensangelegenheiten nimmt die engagierte Theologin aber auch mit aus Lünen-Süd. So liebt sie Kirchenmusik, denn diese ist ein Medium, um Menschen den Glauben nahe zu bringen. „Wir haben in Lünen-Süd ja einen starken Posaunenchor und während meiner Zeit hier habe ich einen sehr guten Gitarrenchor aufgebaut. Den wird es auch weiter geben.“

Auch sonst arbeitete sie viel mit Musik, die Kindergartenkinder kennen sie als „die Frau mit der Gitarre“, sie sorgte für Musikprojekte und studierte Musicals ein. „In Rahden gibt es auch einen guten Posaunenchor“, freut sie sich. Natürlich nimmt sie auch ihre Gitarre und die Trompete mit an die neue Wirkungsstätte. Ihre Stelle in Lünen-Süd wird nicht neu besetzt, ein Beschluss, der schon gefasst worden war, als sie sie antrat. „Das ist für die Gemeinde schwierig und auch für die Kollegen, die meine Arbeitsfelder ja nun mit übernehmen müssen.“ Und diese Aufgaben sind sehr vielseitig.

Gisela Kortenbruck kümmerte sich um die Themen Kindergarten, Krabbelgruppen, Frauenhilfe und -gruppen, Seniorenarbeit, Erwachsenenbildung, Öffentlichkeitsarbeit (auch für den Kirchenkreis) und Kirchenmusik. Wichtig war ihr auch das geplante Familienzentrum in Lünen-Süd: „Da sind wir auf einem guten Wege.“ Kontakte und Freundschaften werden bestehen bleiben. „Ich habe viele Gruppen schon eingeladen. Schließlich arbeite ich bald in einer landschaftlich sehr reizvollen Gegend und freue mich über Besuch aus Lünen-Süd“, so die Pfarrerin. Eingeführt wird Gisela Kortenbruck am 7. September von Superintendent Becker vom Kirchenkreis Lübbecke.

Lesen Sie jetzt