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Pikrinsäure: Experten sprengen Behälter mit der gefährlichen Substanz

LÜNEN Die Gefahr an zwei Lüner Schulen ist gebannt: Mit gezielten Sprengungen haben Experten des Landeskriminalamtes am Donnerstagmorgen am Freiherr-vom-Stein Gymnasium und an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule die Altbestände an Pikrinsäure vernichtet - mit nicht geringem Aufwand.

von Von Dieter Hirsch

, 14.08.2008

Für die Vernichtung der im trockenen Zustand explosiven Chemikalie an der Gesamtschule wurde auf einem Seitengelände der Schule ein etwa 50 bis 70 Zentimeter tiefes Loch gegraben. Der Behälter mit der Pikrinsäure, den ein Sprengstoffexperte des Landeskriminalamtes zuvor in Schutzbekleidung aus dem Chemiesaal geholt hatte, wurde in diesem Loch verbuddelt. Zusätzlich wurden mehrere Säcke Blumenerde auf das Loch gelegt, um die die Auswirkungen der Sprengung noch außen abzumildern.

Der Leezenpatt wurde zwischen der Viktoristraße und der Holtgrevenstraße wurde gesperrt, ebenso der kleine Zugang von der Kantstraße. Mit einem gewaltigen Knall um 11.51 Uhr wurde die Pikrinsäure dann gesprengt. Die Blumenerdesäcke hat es zerfetzt. Wenige Minuten später wurde der Leezenpatt wieder frei gegeben. Auf die selbe Art und Weise wurde rund zwei Stunden zuvor die Pikrinsäure am Stein-Gymnasium vernichtet. Der Knall war wegen der geringeren zu vernichtenden Menge allerdings deutlich leiser.

Die Käthe-Kollwitz Gesamtschule und die Realschule Brambauer hatten ebenfalls Restbestände an Pikrinsäure gemeldet. Da in beiden Fällen die Chemikalie aber vollständig mit Wasser bedeckt war, war sie nicht gefährlich. „Diese Bestände werden in den nächsten Tagen von einem Entsorgungsunternehmen abgeholt“, erklärte Peter Link, Leiter der Schulverwaltung. 

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