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Richtfest für neue Flüchtlingsunterkunft an der Querstraße in Horstmar

Rohbau steht

Der Rohbau ist fertig, der Einzugstermin steht: Am Donnerstag war Richtfest für die neue Flüchtlingsunterkunft in Horstmar. Freude bei den Gästen, aber es gab auch sorgenvolle Minen.

Lünen

, 07.09.2018
Richtfest für neue Flüchtlingsunterkunft an der Querstraße in Horstmar

Das Wetter war nicht gut beim Richtfest, die Stimmung schon. Im Februar sollen die ersten Flüchtlinge in den Neubau ziehen können. © Britta Linnhoff

Zu Beginn des Jahres standen hier noch Bäume und die alte Kita: Jetzt ist der Rohbau für die neue Flüchtlingsunterkunft fertig. Maximal 50 Flüchtlinge sollen hier an der Querstraße 20 in neun Wohnungen ein neues Zuhause finden.

„O Herr, so segne dieses Haus, und alle, die dort gehen ein und aus“, verkündete Zimmermann Michael Klockenbusch in seinem Richtspruch. Im Mai kommenden Jahres sollen die Ersten einziehen können.

„Es gibt in Lünen viele helfen Hände“

Insgesamt 2,5 Millionen Euro investiert die Wohnungsbaugenossenschaft Lünen (WBG) am Standort. Dazu gehören neben dem Neubau der Flüchtlingsunterkunft auch zwei Doppelhaushälften direkt nebenan, die die Wohnungsbaugesellschaft direkt vermietet.

Richtfest für neue Flüchtlingsunterkunft an der Querstraße in Horstmar

Beim Richtspruch: Bauleiter Markus Jücker, Michael Klockenbusch und Mario Feldmann (v.l.). © Britta Linnhoff

Die Unterkunft übergibt WBG an die Stadt. Die ist froh, das vom Rat beschlossene dezentrale Unterbringungskonzept so mit dem Bau auf den Weg bringen zu können. Beigeordneter Horst Müller-Baß: „Wir wollen kleine Einheiten. Das schafft bessere Bedingungen für Flüchtlinge und gute Chancen auf Integration.“ Auf die Zahl der Flüchtlinge habe die Stadtverwaltung keinen Einfluss, aber man könne darauf Einfluss nehmen, dass sie sich schnell eingewöhnen in die Gesellschaft. Dafür brauche es viele helfende Hände, die es in Lünen in große Zahl gebe. Dafür sei er sehr dankbar.

Er sei der „festen Überzeugung“, sagte Müller-Baß, dass das Gebäude ideal geignet sei, „Geflüchtete, Anwohner und Unterstützer zuammenzubringen“. Eine Ansicht, die die allermeisten, die dem Richtfest beiwohnten, teilten. Aber nicht alle. Baltaci Hanifi zum Beispiel. Ihm gehört das Haus gegenüber. Und er macht sich Sorgen: „Ich hoffe, dass das alles gut geht“. Zwei Nachbarn seien schon weggezogen wegen des Neubaus für Flüchtlinge, sagt er. Er hofft, dass dort nicht nur geflüchtete Männer wohnen werden. Der Stadtteil müsse das ausgleichen können. Er beobachtet die Sache mit einigem Abstand. Schließlich geht er doch über die Straße und sucht das Gespräch mit den Verantwortlichen.

Neubauten sollen langfristig andere Gebäude ersetzen

Ludger Trepper, zuständiger Fachdezernent bei der Stadt, hatte schon zu Beginn des Jahres die Bürger gebeten, sich bei Problemen an die Stadt zu wenden oder später an die Betreuer, die es in der Flüchtlingesunterkunft geben werde.

Das Gebäude in Horstmar soll eine von vier neuen Unterkünften für jeweils bis zu 50 Menschen werden. So sollen mittel- und langfristig andere Unterkünfte ersetzt werden, in denen zum Beispiel Mietverträge auslaufen oder die Bedingungen auf Dauer unzumutbar sind.

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