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SPD ruft Stodollick als Kandidaten aus

LÜNEN Jetzt ist es offiziell: Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick soll bei der Kommunalwahl 2009 als Kandidat der SPD antreten. Einstimmig hat der Lüner Stadtverbandsvorstand am Donnerstagabend beschlossen, den 59-Jährigen als Kandidaten vorzuschlagen. Die endgültige Entscheidung fällt auf der Wahlgebietsdelegiertenkonferenz der Lüner Sozialdemokraten am 18. Oktober.

von Von Peter Fiedler

, 22.08.2008

Das Votum für Stodollick bestätigte, was die Ruhr Nachrichten bereits exklusiv berichtet hatten: Parteispitze und Bürgermeister haben ihren Frieden miteinander geschlossen. Bei den Kommunalwahlen 1999 und 2004 waren SPD und Stodollick noch gegeneinander in den Wahlkampf gezogen. Sozialdemokrat Stodollick hatte 1999 aus seinem damaligen Amt als Stadtdirektor gegen SPD-Bürgermeisterin Christina Dörr-Schmidt kandidiert - und diese besiegt.Böses Blut zwischen SPD und Stodollick

Die Kandidatur und das Wahlergebnis sorgten für böses Blut zwischen der Lüner SPD und ihrem Mitglied Hans Wilhelm Stodollick. 2004 schickten die Sozialdemokraten den früheren Stadtdirektor Dr. Rudolf Salmen ins Rennen - und erlebten ein noch größeres Trauma, denn Salmen errichte nicht einmal die Stichwahl.

"An der Tatsache, dass Hans Wilhelm Stodollick 1999 und 2004 gegen SPD-Bewerber gewonnen hat, kommt man nicht vorbei", sagte Stadtverbandsvorsitzender Jürgen Kleine-Frauns. Als Parteivorstand habe man aber die Aufgabe zu analysieren, "in welcher Konstellation man die besten Chancen hat".Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen

Diese besten Chancen sieht die SPD nun gemeinsam mit und nicht mehr gegen Stodollick. "Man muss die Fehler der Vergangenheit nicht 30 Jahre lang wiederholen", meinte SPD-Fraktionsvize Hugo Becker. Er betonte, dass nicht allein Machtkalkül die SPD geleitet habe. Vielmehr sei es auch die Übereinstimmung in vielen inhaltlichen politischen Fragen und die persönliche Annäherung.

"Konfliktfähigkeit ist nicht nur die Begabung, einen Konflikt durchstehen zu können, sondern auch die Fähigkeit, ihn zu überwinden", hob Stodollick hervor. Er kandidiere für die SPD "in Erwartung großer Unterstützung."

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