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Sportentwicklungskonzept: Stadt stellt Gahmener Bad in Frage

LÜNEN Ausgerechnet zum 100-jährigen Bestehen des Trägervereins SV Lünen 08 stellt die Stadt die Existenzfrage für das Freibad Gahmen. Ob das Bad weiterhin gefördert wird, hängt vom öffentlichen Interesse ab.

von Von Peter Fiedler

, 09.08.2008
Sportentwicklungskonzept: Stadt stellt Gahmener Bad in Frage

Gerade noch rechtzeitig vor den Sportveranstaltungen zum 100-jährigen Jubiläum hat der Schwimmverein Lünen seine zusätzlichen Sanitäreinrichtungen fertig gestellt.

Das aktuelle Bäderkonzept „lässt im Ergebnis die Notwendigkeit zum Fortbestand des Freibades Lünen-Gahmen nicht erkennen“, heißt es im druckfrisch vorliegenden Entwurf der Verwaltung für ein „Sportentwicklungskonzept 2007-2020.“

Jetzt liegt der Ball im Feld der Politik: Nur wenn ein öffentliches Interesse am Fortbestand des Bades politisch festgestellt wird, so der Vorschlag der Stadt, solle weiterhin ein Zuschuss zum Betriebs- und Unterhaltungsaufwand gewährt werden.

Seit vielen Jahren verlässlicher Partner

Der Vorsitzende des SV Lünen 08, Franz-Josef Richter, reagierte auf Anfrage relativ unaufgeregt: „Wir halten daran fest, zunächst Gespräche mit den Spitzenvertretern von Politik und Verwaltung zu führen. Wir gehen davon aus, dass es zu einer tragfähigen Lösung kommt“. Richter verweist darauf, dass der Verein seit vielen Jahren verlässlicher Partner der Stadt und das Bad insbesondere bei Jugendlichen und Eltern mit Kindern sehr beliebt sei. Bezogen auf die Nutzerzahlen sei es sicher das betriebswirtschaftlich kostengünstigste Freibad Lünens, meint der Vorsitzende.

Ist eine Förderung weiterhin vertretbar?

14 100 Euro pro Jahr beträgt gegenwärtig der (bereits reduzierte) städtische Zuschuss. Unter den Vorgaben der Haushaltskonsolidierung sei die Frage zu beantworten „ob eine kommunale Förderung des Bades auch weiterhin zu vertreten ist.“ Der Verein solle zur Vorbereitung der politischen Entscheidung seinen jährlichen Aufwand für Betriebs- und Unterhaltungskosten detailliert darlegen.

Auf insgesamt 186 Seiten listet der Entwurf des Sportentwicklungskonzepts auf, wie sich die Sportinfrastruktur unter dem Leitmotto „Qualität statt Quantität“ entwickeln könnte. Ziel ist es, moderne Sportstätten anzubieten, die laufenden Kosten aber gleichzeitig deutlich zu verringern. Zunächst um gut 500000 Euro bis 2010. Das war die Vorgabe der Politik an die Verwaltung gemäß Ratsbeschluss aus dem Jahr 2006.

Beratung des Konzeptes am 19. August

Der Ausschuss für Bildung und Sport berät das Sportentwicklungskonzept in seiner Sitzung am 19. August um 16.15 Uhr im Rathaus.

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