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Stodollick und SPD auf Tuchfühlung

LÜNEN Die Anzeichen mehren sich: Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick könnte bei der Kommunalwahl 2009 als SPD-Kandidat antreten. Der Amtsinhaber scheint nicht abgeneigt.

von Von Peter Fiedler

, 06.08.2008
Stodollick und SPD auf Tuchfühlung

Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick.

„Warum sollte ich Unterstützung ausschlagen“, sagte Stodollick unserer Zeitung und betonte, dass man in den letzten Jahren „inhaltlich gute Politik“ gemeinsam gemacht habe. Über eine Kandidatur stehe er mit der SPD in Gesprächen, eine Entscheidung gebe es noch nicht, so Stodollick. 1999 war die Eiszeit ausgebrochen zwischen den Sozialdemokraten und ihrem Mitglied Hans Wilhelm Stodollick, nachdem der aus der Position des Stadtdirektors als unabhängiger Kandidat gegen SPD-Bewerberin Christina Dörr-Schmidt angetreten war und diese besiegt hatte. Fünf Jahre später, bei der Kommunalwahl 2004, ließ Stodollick dem SPD-Kandidaten Dr. Rudolf Salmen ebenfalls keine Chance. Da viele alte Wunden inzwischen verheilt sind, könnte die SPD aus diesem Dilemma herausfinden, indem sie den beim Wahlvolk beliebten Bürgermeister diesmal als eigenen Kandidaten ausruft. Möglicherweise aber um den Preis von Glaubwürdigkeit.

Parteivorsitzender Jürgen Kleine-Frauns hielt sich auf Anfrage bedeckt, bezeichnete alle Personalspekulationen zum jetzigen Zeitpunkt als kontraproduktiv. Für den 18. Oktober plane die SPD ihren Nominierungsparteitag zur Kommunalwahl. Die CDU hatte bereits erklärt, mit einem eigenen Bürgermeister-Kandidaten anzutreten. „Und dabei bleibt es auch“, bekräftige Parteivorsitzender Herbert Jahn. Ob es wie 2004 Annette Droege-Middel sein wird? Zu Namen lässt sich Jahn nichts entlocken.

Die Bündnisgrünen, bei der Kommunalwahl 2004 ohne Bürgermeisterkandidaten, könnten sich durchaus vorstellen, für 2009 einen Kandidaten bzw. eine Kandidatin zu nominieren, erklärte Parteisprecherin Erika Roß. „Geeignete Persönlichkeiten gibt es“, hob sie hervor. Ziel der Grünen sei ein Politikwechsel und damit auch ein Wechsel im Amt des Bürgermeisters. Die FDP habe sich bereits festgelegt, keinen eigenen Kandidaten zu stellen, sagte Stadtverbandsvorsitzender Dr. Norbert Katte. Sie will mit kompetenten Kandidaten in den 23 Wahlbezirken punkten. Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) hat ebenfalls keine Ambitionen auf einen Bürgermeisterkandidaten, will wie die FDP Bewerber für alle Wahlbezirke aufstellen, erklärte Fraktionschef Dieter Klecha. „Ich bin ja nicht Herr God“, meinte Klecha in Anspielung auf den Fraktionschef der Statt-Partei: Dieter God hatte bereits erklärt, wie schon 1999 und 2004 als Bürgermeisterkandidat antreten zu wollen. Ob die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Lünen (GFL) einen Bürgermeisterkandidaten stellt, stehe noch nicht fest, so Vorsitzender Prof. Dr. Johannes Hofnagel. „Wir warten ab, wie sich die großen Parteien positionieren“. Auf keinen Fall aber werde man Amtsinhaber Hans Wilhelm Stodollick unterstützen. „Das haben wir ihm auch schon gesagt“, so Hofnagel.

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