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Stolzenhoff expandiert und kauft drei Hektar Fläche in der Wethmarheide

Catering-Unternehmen

Es waren lange Verhandlungen, „hart aber fair“, wie beide Parteien sagen. Am Ende aber sind sich Familie Stolzenhoff und die Stadt einig geworden. Heißt: Das Unternehmen wird wohl wachsen.

Lünen

, 11.09.2018
Stolzenhoff expandiert und kauft drei Hektar Fläche in der Wethmarheide

Die bisherige Firmenzentrale des Catering-Unternehmens Stolzenhoff an der Straße "Auf der Höhe" in Brambauer. © Oskar Neubauer

Die Stolzenhoff Gruppe hat von der Stadt Lünen und der SL Grundbesitz GmbH & Co. KG eine insgesamt drei Hektar große Gewerbefläche im Gewerbegebiet Wethmarheide erworben. Stadt und SL Grundbesitz, weil es sich im Grunde um zwei Grundstücke handelt, die aber direkt aneinander grenzen. Bei der SL Grundbesitz handelt es sich um ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Lünen.

Das seit 1949 bestehende Unternehmen ist im Catering inzwischen zu einem der Top-Unternehmen in Deutschland aufgestiegen und verzeichnet weiter stabiles Wachstum – auch europaweit. So steht es in einer Mitteilung, die die Lüner Wirtschaftsförderung am Dienstag-Vormittag veröffentlichte. Stolzenhoff, heißt es da, sei mittlerweile sogar in London aktiv.

Bald 750 Mitarbeiter bei Stolzenhoff

„Nach Fertigstellung des Neubaus beschäftigen wir dann sicher 750 Mitarbeiter und können endlich alle Anfragen bedienen. Zurzeit müssen wir leider einige der kurzfristig bei uns eingehenden Anfragen absagen, weil wir einfach nicht die Kapazitäten haben“, sagt Seniorchef Helmut Stolzenhoff.

„Wir sind sehr froh, dass es uns gelungen ist, das alteingesessene Unternehmen in Lünen zu halten, den Wettbewerb mit den hartnäckig um Stolzenhoff werbenden Nachbargemeinden für uns entschieden zu haben. Wir haben fast ein Jahr lang hart, aber immer fair verhandelt und freuen uns sehr über dieses Bekenntnis zum Standort Lünen“, wird Eric Swehla, Geschäftsführer der Lüner Wirtschaftsförderung, in der Mitteilung zitiert.

„Bei Stolzenhoff finden viele Menschen unserer Stadt Arbeitsplätze, die nach Art und Umfang im Zuge der Digitalisierung immer weniger werden“, ergänzt der Wirtschaftsförderer.

Auf Anfrage der Redaktion berichtet Swehla, dass vor allem zwei Nachbarstädte aggressiv mit sehr niedrigen Preisen um Stolzenhoff geworben hätten: Waltrop und Werne. „Mit Spottpreisen“, sagt Swehla.

Preislich konnte Lünen nicht mithalten

Preislich, sagt Swehla, hätte die Stadt in diesem Wettbewerb nicht mithalten können. Es gibt einen Gutachterausschuss, der legt die Grundstückspreise fest: „Da können wir nicht drüber weggehen.“ Einig geworden ist man sich am Ende trotzdem: „Stolzenhoff hat eine hohe Verbundenheit zu Lünen“, sagt Swehla. Die Nachfrage nach dem Kaufpreis beantwortet Swehla nicht.

„Die Stadt Lünen und die Wirtschaftsförderung unterstützen uns nachhaltig auf unserem Weg und so war die 5:0 Abstimmung im Familienrat für Lünen letztlich auch ein Zeichen der Wertschätzung unsererseits für den Standort, an dem wir groß geworden sind“, resümiert der Seniorchef Helmut Stolzenhoff in der Mitteilung.

Auf Anfrage war Helmut Stolzenhoff am Mittag nicht zu erreichen. Weiterhin unklar bleibt deshalb, wann gebaut wird und wann der Neubau bezogen werden kann.

Expansion auf der einen Seite, Rückzug auf der anderen: Wie berichtet, hat Stolzenhoff die Filiale an der Königsheide in Brambauer mit den Sommerferien für immer geschlossen - nach 59 Jahren.

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