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Trotz Körperverletzung glimpfliche Strafe

LÜNEN Auf schuldig der gemeinschaftlichen Körperverletzung, der vorsätzlichen Körperverletzung in zwei Fällen, des unerlaubten Waffenbesitzes und der tätlichen Beleidigung erkannte das Jugendschöffengericht gegen vier Angeklagte aus Lünen, 18 bis 21 Jahre alt. Die Strafe fiel glimpflich aus.

von Von Heinz Greve

, 29.08.2008

Es verhängte gegen jeden Angeklagten eine Verwarnung und je dreimal einen Freizeitarrest. Zwei Angeklagte müssen zusätzlich an einem Anti-Gewalttraining teilnehmen, und zwei Angeklagte haben eine Geldbusse von je 400 Euro an die Landeskasse zu zahlen.

Mit jeweils unterschiedlicher Tatbeteiligung hatten zwei Angeklagte am 11. Oktober 2007 in Lünen-Süd einen Busfahrer körperlich misshandelt, weil er auf Beschwerde anderer Fahrgäste die Angeklagten gebeten hatte, ihre Musik leiser bzw. abzustellen oder den Bus zu verlassen.

Nachdem es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen war, spuckte einer dem Fahrer ins Gesicht und schubste ihn aus dem Bus. Der Fahrer fiel rücklings auf die Straße und war einige Minuten besinnungslos. Die herbeigerufene Polizei konnte die Angeklagten kurze Zeit später auf der Schulz-Gahmen-Straße festnehmen.   Dabei stellte die Polizei fest, dass einer der Angeklagten ein Butterfly-Messer bei sich trug. Am 9. Juni des Jahres kam es auf dem Friedhof in Lünen-Süd zu einer Schlägerei zwischen drei der Angeklagten und dem Zeugen K. K. wurde gnadenlos zusammengeschlagen und getreten. Nur durch das beherzte Eingreifen einer Friedhofsbesucherin und der Friedhofsgärtnerin konnte Schlimmeres verhindert werden. Sie verständigten auch die Polizei. Die Angeklagten flüchteten in eine „Bummelwohnung“ im Haus Jägerstraße 74. Von dort versuchten sie über das Dach zu entkommen, wurden aber von der Polizei gestellt. In der Hauptverhandlung beschönigten die Angeklagten zunächst ihre jeweiligen Tatbeteiligungen.

Letztendlich aber wurden sie aber in einer umfangreichen Beweisaufnahme durch Zeugen mit einer zur Verurteilung ausreichenden Sicherheit überführt. Noch in der Hauptverhandlung nahmen die Angeklagten das Urteil an.

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