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Umstellung nach rund 15 Jahren

Digitaler Funkverkehr

LÜNEN Ende 2012, Anfang 2013 soll hier in der Region für die Feuerwehr der Probebetrieb „Digitaler Funkverkehr“ aufgenommen werden. Der Standort für die Antenne steht fest, ist aber geheim.

von Von Dieter Hirsch

, 06.08.2010
Umstellung nach rund 15 Jahren

Auch die Lüner Feuerwehr will bis Ende 2012, Anfang 2013 auf digitalen Funkverkehr umstellen.

Endlich, sagen die Lüner Einsatzkräfte. Immerhin ist die Umstellung von analogem auf digitalen Funkverkehr seit rund 15 Jahren im Gespräch. Feuewehrchef Alfred Krömer erläutert einige Vorteile der neuen Technik. „Der digitale Funkverkehr ist abhörsicher.“ Mit dem digitalen System können schnell wichtige Daten übermittelt werden, zum Beispiel vom Unfallort ins Krankenhaus oder in den Einsatzleitwagen (Stichwort Gefahrgut).

Weiterhin gibt es anders als beim analogen System keinen Funksalat mehr. Wer was wo wie hört, hänge bisher stark vom Standort (Nähe zum Sendemast), von der Antennenleistung und der Witterung ab. Beim digitalen Funk können die Einsatzfahrzeuge auf einem Kanal zusammengefasst werden und ungestört miteinander und mit der Leitstelle kommunizieren. Die analogen Geräte werden jedoch nicht komplett verschwinden: Der Einsatzstellenfunk, also die Kommunikation vor Ort zwischen dem Einsatzleiter und den Einsatzkräften, wird weiter analog geführt. Dies habe damit zu tun, dass der digitale Funk, so wie er bisher geplant ist, nicht zwingend bis in den letzte Winkel eines Hauses zu empfangen sein wird. „Deshalb haben wir uns hier in Lünen dafür entschieden, vor Ort analog zu funken. An Sicherheit geht dadurch aber nichts verloren.“

Ganz preiswert wird die Umstellung auf digitalen Funk aber nicht. Während er Bund das Netz ausbaut, müssen die Kommunen beispielsweise die Geräte zahlen. Dabei braucht allein die Feuerwehr allein rund 50 Geräte zu je etwa 3500 bis 4000 Euro. Das Geld dafür sei aber bereits im Haushalt bereit gestellt. Damit die Feuerwehren bei gemeindeübergreifenden Einsätzen auch komplikationslos miteinander kommunizieren können, wäre ein gleichzeitiges Umstellen der Kommunen auf digitalen Funkverkehr sehr wünschenswert, so Alfred Krömer.

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