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Viele Aktionen rund um die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule

Benefiz-Veranstaltung nach Tod von Leon

Leon wäre am Sonntag 15 Jahre alt geworden – seinem Leben wurde aber bei einer Messer-Attacke an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule ein Ende gesetzt. Zu seinem Geburtstag lädt der Verein „Leon Hoffmann“ jetzt zu einer Benefiz-Veranstaltung ein. Der Verein will damit sein Anliegen unterstützen.

Lünen

, 04.05.2018
Viele Aktionen rund um die Käthe-Kollwitz-Gesamtschule

Viele Mitschüler und Lüner legten nach der Tat Blumen und Kerzen vor der Gesamtschule nieder.Püschner (A) © Felix Püschner

Leon Hoffmann, Schüler der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule und begeisterter Fußballer, ist nur 14 Jahre alt geworden. Im Januar wurde er mit einem Messer getötet – von einem Mitschüler. Jetzt, zu seinem Geburtstag am 6. Mai, lädt der Verein „Leon Hoffmann e.V.“ zu einer Benefiz-Veranstaltung an der Schule ein.

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Josefine Groß ist die Vorsitzende des Vereins, der im März gegründet wurde. „Wir möchten über Mobbing und Gewalt informieren und Betroffenen Hilfe und Rückhalt bieten“, erklärt die 31-Jährige. Josefine Groß, deren Sohn Leons bester Freund war, möchte den Eltern Ronny und Daniela Hoffmann beistehen – und auch anderen Opfern helfen.

Tombola und Fußball


In der Sporthalle und rund um die Halle der Käthe-Kollwitz-Schule an der Dammwiese wird es an diesem Sonntag von 12 bis 19 Uhr ein Fest geben. Bis zu 2500 Gäste sind angemeldet. Der SV Preußen bietet Torwandschießen an; kleinere Fußballspiele mit Hobbymannschaften werden in der Sporthalle stattfinden.

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Auch außerhalb der sportlichen Aktionen ist eine Menge los: Bei einer Tombola kann man tolle Preise gewinnen. Viele Geschäfte aus Lünen, sogar Freizeitparks und Autohäuser, haben mit Sachspenden und Eintrittskarten geholfen, den Verein zu unterstützen. Ein Fahrrad und eine Playstation werden versteigert. Um das Essen kümmert sich die Gaststätte Weber; Getränke gibt es von Scheipers Mühle.

Unkomplizierte Zusammenarbeit

Zunächst hatte die Benefiz-Veranstaltung auf dem Trainingsgelände des VfB 08 stattfinden sollen; dort gab es jedoch kurzfristig eine Absage. Innerhalb von Tagen halfen dann Schulleiter Reinhold Bauhus, die Stadt Lünen und der SV Preußen, die Veranstaltung am neuen Standort auf die Beine zu stellen. „Wir freuen uns sehr, dass uns der SV Preußen so unterstützt“, sagt Josefine Groß. Die Zusammenarbeit mit der Schulleitung und der Stadt sei auch unkompliziert gewesen.

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Das Jugendamt, die Jugendhilfe und die Polizei sind ebenfalls mit Infoständen vor Ort, um über Gewaltprävention und Mobbing zu informieren. Der Erlös der Veranstaltung kommt dem Verein zugute. Der hat sich auf die Fahnen geschrieben, Opfern von Mobbing und Gewalt zu helfen. „Wir haben schon Kontakt zu vielen Betroffenen, die schwere Schicksalsschläge hinter sich haben“, so Josefine Groß.

Allein die Gespräche untereinander würden schon enorm helfen. „Es ist wichtig, sich in so einer Situation nicht alleine zu fühlen.“