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Vorwurf Kindesmissbrauch: Rentner vor Gericht

Prozess gegen 72-jährigen Lüner

25 Jahre nach seiner letzten Verurteilung wegen Kindesmissbrauchs steht ein Rentner aus Lünen erneut vor Gericht. Diesmal soll er sich an seinen Enkelkindern vergangen haben. Der 72-Jährige präsentierte dem Gericht jedoch eine abenteuerliche Komplott-Geschichte.

LÜNEN/DORTMUND

06.11.2014

Der Angeklagte war im November 1989 zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Damals hatte er eine seiner Töchter sexuell missbraucht. Diesmal sollen die Opfer die Enkelkinder sein. Sie waren zur Tatzeit drei bis 13 Jahre alt. Die Anklage spricht sogar von Geschlechtsverkehr.

Der Rentner will davon jedoch nichts wissen. Zum Prozessauftakt vor dem Dortmunder Landgericht sagte er wörtlich: "Das ist ein Komplott." Die Mütter der Kinder seien sauer, weil er in den Ferien einmal nicht auf einen Hund aufgepasst hat. Außerdem habe es Ärger um einen Motorroller gegeben. Richter Ulf Pennig kommentierte die Einlassung des 72-Jährigen so: "So eine abenteuerliche Geschichte habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehört. Das ist Quatsch." Gleichzeitig gab es eine Warnung. Der Angeklagte riskiere im neuen Prozess eine lange Strafe.

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