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Integrationsrat wünscht sich zentralere Lage für Bartin-Brücke

Umbenennung in den kommenden Jahren geplant

Eigentlich sollte es beschlossene Sache sein: Nach dem Vorbild der Salford-Brücke sollen fünf weitere Brücken in den kommenden Jahren nach Lüner Partnerstädten benannt werden. Doch der Rat nahm den Beschluss von der Tagesordnung. Denn der Integrationsrat bat um Aufschub.

LÜNEN

, 08.05.2018
Integrationsrat wünscht sich zentralere Lage für Bartin-Brücke

Die Salford-Brücke an der Graf-Adolf-Straße. © Fröhling

Das war der Plan:

  • Die Straßenbrücke an der Konrad-Adenauer-Straße wird Panevezys-Brücke
  • Die Fußgängerbrücke an der Lange Straße zur Demmin-Brücke
  • Die Straßenbrücke an der Kurt-Schumacher-Straße zur Kamien-Pomorski-Brücke
  • Die Straßenbrücke an der Zwolle-Allee zur Zwolle-Brücke
  • Die Fußgängerbrücke an der Schlossallee (Buddenburg) zur Bartin-Brücke.

Start sollte 2019 mit Zwolle sein. In den Jahren darauf folgen Jahren kämen dann Panevezys, Kamien-Pomorski, Demmin und am Ende Bartin dran.

Integrationsrat hat Beratungsbedarf

Aber mit der künftigen Bartin-Brücke war der Integrationsrat nicht zufrieden. „Wir hatten sowieso Bedenken, weil der Integrationsrat in die Beratungsfolge überhaupt nicht eingebunden war“, erklärt Erika Roß (Grüne), stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates.

Zuvor hatte der Kulturausschuss bereits über den Plan zur Benennung der Brücken diskutiert und den Verwaltungsvorschlag für gut befunden. Inhaltlich habe dem Integrationsrat nicht gefallen, dass die künftige Bartin-Brücke an der Schlossallee in Lippholthausen liegen soll – „das ist weit vom Stadtkern entfernt“, sagt Roß.

Umbenennung anderer Plätze

Der Integrationsrat hatte am Mittwoch (2. Mai) getagt und den Rat (Sitzung am 3. Mai) gebeten, „den Beschluss in seiner Sitzung zur Benennung von Lüner Brücken zu verschieben, um Gelegenheit zur weiteren Beratung einzuräumen.“ Dem stimmte der Rat mit großer Mehrheit zu.

Der Integrationsrat hat sich auch schon Gedanken über Alternativen gemacht. So könnte laut Roß möglicherweise die Kanalbrücke Bebelstraße nach der türkischen Partnerstadt Bartin benannt werden. Ansonsten könnten möglicherweise auch andere Plätze oder Örtlichkeiten umbenannt werden. „Ein Vorschlag war zum Beispiel die Lippekaskade“, erklärte Roß.

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