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Anklage gegen 15-jährigen Lüner lautet auf Mord

Tödliche Messerstecherei an Lüner Gesamtschule

Die Staatsanwaltschaft hat gegen einen 15-jährigen Lüner Anklage wegen Mordes erhoben. Der Jugendliche hatte im Januar an der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule einen Mitschüler erstochen.

Lünen

17.05.2018
Anklage gegen 15-jährigen Lüner lautet auf Mord

Zwei Blumensträuße stecken am Zaun der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, wo Leon Hoffmann am 23. Januar erstochen wurde. © Foto Fiedler

Weil er einen 14 Jahre alten Mitschüler getötet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Mordanklage gegen einen 15-Jährigen aus Lünen erhoben. Das berichtet die „Deutsche Presse-Agentur“ unter Berufung auf einen Sprecher des Landgerichts Dortmund. Da der Angeklagte minderjährig ist, werde unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Verein gegründet

Der 15-Jährige soll seinen Mitschüler Leon Hoffmann am 23. Januar auf dem Schulgelände angegriffen und mit Messerstichen in den Hals getötet haben. Den Ermittlungen zufolge hatte er sich durch Blicke seines Mitschülers provoziert gefühlt.

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Die Tat hatte in Lünen Bestürzung ausgelöst. Im Nachgang gründete sich der Verein „Leon Hoffmann e.V.“, dessen Mitglieder sich an verschiedenen Lüner Schulen gegen Gewalt und Mobbing einsetzen wollen.

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Grenzen überschritten

Die Tat hat außerdem die Diskussion um Gewalt an Schulen und unter Jugendlichen neu entfacht. „Viele Jugendliche wissen nicht mehr, wo die Grenze ist und was passiert, wenn sie überschritten wird“, sagte Reinhold Bauhus, Leiter der KKG, Ende März in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

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Den Mord habe man jedoch nicht vorhersehen können: „Er war respektlos, hielt sich nicht an Regeln. Einmal trat er gegen einen Spind, mehr findet sich in seiner Akte aber nicht. Er hatte an unserer Schule zuvor nie eine körperliche Auseinandersetzung mit anderen“, so Bauhus in dem Interview, das auf der Homepage der Schule zum Download bereitsteht.

Brief an die Eltern

Die Polizei Dortmund sah sich genötigt, Eltern in einem Brief darauf hinzuweisen, dass ihre Kinder nicht mit Waffen in die Schule gehen sollten.

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