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Einsatz dauerte mehr als 24 Stunden - Grundwasser in Gefahr

Feuer in Recycling-Betrieb in Lünen

Mehr als 24 Stunden hat über Pfingsten ein Brand in einem Recyclingbetrieb im Industriegebiet an der Frydagstraße in Lünen die Feuerwehr beschäftigt. Kritisch war der Einsatz, weil das Löschwasser nicht in die Kanalisation fließen durfte. 66 Feuerwehrleute und mehrere Behörden waren vor Ort im Einsatz.

Lünen

, 20.05.2018
Einsatz dauerte mehr als 24 Stunden - Grundwasser in Gefahr

Vier Löschzüge waren beim Großbrand im Einsatz. © Goldstein

Nach einem Einsatz von mehr als 24 Stunden hat die Feuerwehr am Montagmorgen den Brand in einem Recyclingbetrieb im Industriegebiet Frydagstraße in Lünen gelöscht. Wie ein Sprecher sagte, hat die Brandbekämpfung bis Montagmorgen um 8.30 Uhr gedauert. Die Aufräumarbeiten zogen sich bis 10.30 Uhr am Montagmorgen hin. Nach Angaben der Polizei gab es keine Verletzten.

Kunststoffe und Elektroteile waren am frühen Sonntagmorgen in Brand geraten. Um kurz nach vier Uhr ging bei der Feuerwehr der Alarm ein. Die Brandursache war zunächst unklar. In der Spitze waren mehr als 60 Feuerwehrleute im Einsatz.

Neben der Berufsfeuerwehr waren die Löschzüge Lünen-Mitte, Beckinghausen, Niederaden, Brambauer sowie der Löschzug Nordlünen-Alstedde vor Ort. Die Feuerwehrleute konnten den Einsatzort schon bei der Anfahrt von weitem sehen, weil dichte Rauchwolken in die Luft stiegen. Der Feuerwehr gelang es, das Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude zu verhindern.

Löschwasser musste aufgefangen werden

Die Wehr setzte Wasserwerfer ein, zugleich musste Löschwasser aufgefangen werden, damit es nicht in die Kanalisation gelangte. Daher waren auch Fachleute von städtischem Ordnungsamt, Technischem Hilfswerk, Stadtbetrieb Abwasser (SAL), der Unteren Wasserschutzbehörde und des Landesamtes für Umweltschutz vor Ort. Auch Mitarbeiter des THW waren im Einsatz. Mittels Radlader wurden Materialballen auseinandergezogen, um an die Glutnester heranzukommen.

Wegen starker Rauchentwicklung wurden Luftmessungen von ABC-Erkundern aus Schwerte veranlasst. Auffällige Werte wurden nach Angaben der Feuerwehr aber nicht gemessen.

Ursprünglich war die Feuerwehr davon ausgegangen, den Einsatz am Sonntagabend beenden zu können.

Mit dpa

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