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Winfried S.: "Das sind SS-Methoden!"

Prozess fortgesetzt

LÜNEN/ DORTMUND Mit neuen Beleidigungen und Drohungen gegen Presse und Justiz ist am Dortmunder Landgericht der Prozess gegen den Lüner Winfried S. (52) fortgesetzt worden. „Die Justiz hat versucht, aus mir einen Psychopathen zu machen. Wissen Sie was: Das sind SS-Methoden“, polterte der Angeklagte unter anderem.

06.08.2010
Winfried S.: "Das sind SS-Methoden!"

Die Staatsanwaltschaft wirft Winfried S. vor, in verschiedenen Internet-Foren zum Mord an Politikern, Richtern, Anwälten und Journalisten aufgerufen zu haben. Zur Untermauerung der Anschuldigungen wurden am Freitag stundenlang Auszüge aus E-Mails, Faxen und Internet-Einträgen verlesen, die von Winfried S. verfasst wurden. Dass er der Urheber der Texte ist, will der Lüner auch gar nicht bestreiten. „Man muss aber auch die Motivation sehen, die dahinter steckte“, sagte er. Seiner Ansicht nach ist er vom „Staatsschutz“ so sehr unter Druck gesetzt worden, dass er gar nicht mehr anders konnte, als so zu reagieren. „Man hat mich absichtlich zur Weißglut gebracht, damit ich solche Texte schreibe“, behauptete Winfried S. In einem umfangreichen Schreiben an das Gericht hatte der 52-Jährige zuvor eigentlich angekündigt, in dem Prozess von seinem Schweigerecht Gebrauch zu machen. Andernfalls wären „gutachterlichen Märchenstunden und richterlicher Willkür“ Tür und Tor geöffnet. Darüber hinaus kündigte er an, dass sich der Prozess wohl extrem in die Länge ziehen dürfte: „Ich werde zu allen Tatkomplexen schriftliche Beweisanträge stellen.“ Das Schreiben an das Gericht unterzeichnete er „mit anarchistischen Grüßen“.

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