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Zug fährt bei Schwansbell über Draisine - keine Verletzten

Bahnstrecke zwischen Lünen und Dortmund wieder frei

Die Eurobahn-Strecke zwischen Dortmund und Lünen ist nach einem Bahnunfall wieder freigegeben. Am frühen Nachmittag ist dort ein Zug der Linie RB50 über eine Draisine gefahren. Alle Passagiere blieben unverletzt - es kann momentan noch zu Verschiebungen im Fahrplan kommen. Die Bundespolizei ermittelt.

Zug fährt bei Schwansbell über Draisine - keine Verletzten

Auf der Eurobahn-Strecke zwischen Lünen und Dortmund fuhr am Montagmittag ein Zug über eine Draisine. Die Strecke musste gesperrt werden, 82 Fahrgäste mussten den Zug verlassen. © Foto: Quiring-Lategahn

Mit etwa 100 Stundenkilometern war die Eurobahn 89933 aus Münster gegen 13.12 Uhr unterwegs, als der Lokführer eine Draisine, ein Hilfsfahrzeug auf Schienen, im Gleisbett sah. Er nahm zwei dunkel gekleidete Jugendliche wahr, die rechtzeitig abspringen konnten und geflüchtet sind. Bei der sofort eingeleiteten Notbremsung verkeilte sich die Draisine unter dem Triebwerk.

Bahnstrecke war erst einmal gesperrt

Die Bahnstrecke zwischen Lünen und Dortmund musste gesperrt werden. Die Lüner Feuerwehr mit Einsatzleiter Christoph Rehnert, der Leitende Notarzt des Kreises Unna und der Rettungsdienst waren vor Ort. Auch Bundespolizei, Polizeibeamte aus Lünen sowie Notfallmanager der Bahn und Mitarbeiter der Eurobahn wurden alarmiert. Rettungskräfte suchten in den beiden Zugteilen nach Verletzten. Zum Glück ging der Unfall glimpflich aus.

Die 81 Passagiere konnten in einen Ersatzzug der Deutschen Bahn umsteigen, der auf dem Gegengleis eingesetzt wurde. Um 14.20 Uhr wurde die Strecke Richtung Münster wieder freigegeben.

Nicht so auf der Gegenseite Richtung Dortmund. Bis 16.30 Uhr, so ein Sprecher der Eurobahn, blieb die Strecke eingleisig gesperrt. Währenddessen wurde ein Bus-Notverkehr eingerichtet.

Feuerwehrleute hatten nach dem Unfall die Draisine mit einer Flex demontiert. Der Triebwagen konnte selbstständig in die Werkstatt fahren, um dort auf Schäden untersucht zu werden.

Bundespolizei hat einen Verdacht

Wie die Lüner Feuerwehr mitteilt, sei direkt nach dem Zugunfall die Umgebung nach den Jugendlichen abgesucht worden. Ohne Erfolg. Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Nach Angaben von Pressesprecher Volker Stall wolle man nun herausfinden, woher die Draisine kam. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf den Bahnhof Preußen.

Dort solle ein solches Gerät stehen, das vermutlich widerrechtlich entfernt worden ist.

Der unverletzte Lokführer wurde nach dem Vorfall in den Feierabend entlassen. „Ein üblicher Vorgang bei der Eurobahn“, wie ein Sprecher erklärte. Er wird aber Dienstag seinen Dienst wohl wieder antreten können.

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