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Machtaufteilung in Simbabwe stockt

Harare (dpa) In Simbabwe sind die Verhandlungen über eine Machtaufteilung ins Stocken geraten. Nachdem Präsident Robert Mugabe und eine kleine Oppositionsgruppe um den Politiker Arthur Mutambara einem Abkommen zugestimmt haben, zog sich Oppositionschef Morgan Tsvangirai zu Beratungen zurück.

Machtaufteilung in Simbabwe stockt

Simbabwes Oppositionschef Morgan Tsvangirai.

Der vermittelnde südafrikanische Präsident Thabo Mbeki sagte am Mittwoch in der Hauptstadt Harare: «Mugabe und Mutambara haben zugestimmt, Tsvangirai hatte bei einem Element der Verhandlungen Bedenken; wir haben uns vertagt, um Tsvangirai Gelegenheit zum Überdenken dieser Dinge zu geben.»

Die staatlich kontrollierten Medien des Landes nährten unterdessen Spekulationen über ein Abkommen ohne Tsvangirai. Unter Berufung auf nicht näher benannte Delegationskreise schrieb der «Herald» am Mittwoch, Mugabe werde mit der von Tsvangirais Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) abgespaltenen gleichnamigen Splitterfraktion von Mutambara eine Koalitionsregierung bilden. Vertraute Mutambaras betonten, Berichte über ein solches Abkommen seien «unwahr».

Tsvangirai hatte sich nach Medienberichten bis zuletzt dagegen gesträubt, dass Mugabe weiter einen Großteil der Macht für sich beansprucht. Er hatte am Dienstagabend das Konferenzhotel in Harare sichtlich wütend und irritiert verlassen. Dort hatten unter Vermittlung von Mbeki Verhandlungen über eine Koalitionsregierung stattgefunden, die die politische Krise in Simbabwe lösen soll.

Bei der Präsidentenwahl in Simbabwe am 29. März hatte Tsvangirai die meisten Stimmen erhalten, nach offiziellen Angaben aber die nötige absolute Mehrheit verfehlt. Unbeeindruckt von weltweiter Kritik hatte sich Mugabe als alleiniger Kandidat bei einer «Stichwahl» am 27. Juni bestätigen und für fünf weitere Jahre als Staatspräsident vereidigen lassen.

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