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Macron kritisiert „Fetischismus“ für Budgetüberschüsse

Aachen. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat zu höheren EU-Ausgaben aufgerufen und Deutschland einen „Fetischismus“ für Budget- und Handelsüberschüsse vorgeworfen. Um in Europa voranzukommen, müsse man sich auch von Tabus lösen, forderte Macron am Donnerstag in Aachen bei der Karlspreisverleihung in einer kämpferischen Rede.

Macron kritisiert „Fetischismus“ für Budgetüberschüsse

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron bei der Verleihung des Karlspreises. Foto: Ina Fassbender

„In Deutschland kann es keinen ewigen Fetischismus für die Budget- und Handelsüberschüsse geben, denn sie sind auf Kosten der anderen gemacht“, sagte Macron in Anwesenheit von Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Der 40-Jährige mahnte, das EU-Budget müsse „viel ehrgeiziger“ sein. Er erneuerte in diesem Zusammenhang auch seine umstrittene Forderung nach einem eigenen Haushalt für die Eurozone, beispielsweise für Investitionen. In vielen EU-Ländern gibt es starke Skepsis im Hinblick auf eine Erhöhung der EU-Ausgaben.

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