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Magaths Mann: Misimovic führt die «Wölfe» an

Wolfsburg (dpa) Man ruft ihn «Zwetschge», doch eine Pflaume ist Zvjezdan Misimovic ganz gewiss nicht. Sonst hätte der VfL Wolfsburg den offensiven Mittelfeldspieler im Sommer nicht für vier Millionen Euro vom ehemaligen Liga-Kontrahenten 1. FC Nürnberg losgeeist.

Magaths Mann: Misimovic führt die «Wölfe» an

Zvjezdan Misimovic ist in Wolfsburg zum Führungsspieler gereift.

«Es hatte sich abgezeichnet, dass Marcelinho nicht mehr ewig bleibt. So haben wir uns umgesehen und befunden, dass Misimovic die Rolle übernehmen könnte», begründete VfL-Trainer Felix Magath die Verpflichtung des bosnischen Nationalspielers, obwohl der nicht unbedingt als pflegeleicht galt.

Die Erfahrung musste schon Hermann Gerland machen, der Misimovic bei Bayern Münchens Amateur-Team unter seinen Fittichen hatte. «Er hatte deutliches Übergewicht, als er zu mir kam», erzählte Gerland. Darum habe er ihn laufen lassen. «Ich denke, von allen Spielern, die ich hatte, musste er am meisten laufen. Aber er weiß, dass ihm das gut getan hat.»

Der 26-Jährige bestätigt das, auch oder gerade weil die Schweißtropfen längst getrocknet sind. «Gerland zeigt einem die Grenzen auf», berichtete der 26 Jahre alte Spielmacher. 21 Tore und die Torjägerkrone in der Regionalliga - übrigens gemeinsam mit dem jetzigen Hamburger Paolo Guerrero - ließen in der Saison 2003/2004 große Träume reifen.

Die aber platzten schnell. Zu mehr als drei Bundesliga-Kurzeinsätzen reichte es für den gebürtigen Münchner nicht. Er zog um: zunächst zum VfL Bochum und dann zum 1. FC Nürnberg. Nicht, weil er vor der Konkurrenz kniff («Mit Dariusz Wosz in Bochum und Marek Mintal in Nürnberg hatte ich nicht gerade Pappnasen als Konkurrenz.»). Der Familienvater wollte sportlich weiterkommen und schaffte dies nachhaltig. 58 Erstliga-Partien mit 17 Toren im Ruhrpott und in Franken weckten die Begehrlichkeiten der Konkurrenz.

Und den Glauben in die eigene Stärke. Misimovic schreckte auch der Gedanken an den schillernden Star Marcelinho nicht vor dem Wechsel nach Wolfsburg zurück. «Ich sehe mich als Zehner. Und auch der Trainer hat mir gesagt: Die besten Partien von mir hat er auf der Spielmacherposition gesehen», lautete die Kampfansage beim Amtsantritt. Das Duell fiel allerdings aus, weil der Brasilianer in seine Heimat noch vor Saisonbeginn in seine Heimat zurückkehrte.

Misimovic ist hingegen mittlerweile präsenter denn je und der Eckpfeiler in Magaths Offensiv-Konzept. «Zvjezdan füllt die Fußstapfen von Marcelinho immer besser aus», lobt der 55-Jährige, einst selbst ein begnadeter Denker und Lenker in den Arenen der großen Fußball-Welt. Da will auch Misimovic hin. «Der VfL Wolfsburg hat eine super Perspektive. Es ist zwar noch ein weiter Weg bis nach ganz oben, aber wir können ihn gehen», glaubt der Spielmacher. 2012, wenn sein Vertrag als «Leitwolf» ausläuft, soll der VfL längst dort angekommen sein.

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