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Mal ganz leise, mal gefährlich

BODELSCHWINGH Feuerwehrarbeit kann manchmal ganz leise sein, ohne Blaulicht und Sirenengeheul. Und dann im nächsten Moment wieder hart und gefährlich.

von Von Matthias vom Büchel

, 17.07.2008

Auch die Freiwillige Feuerwehr Bodelschwingh kann ein Lied davon singen. "Am schlimmsten ist es, Kinder bergen zu müssen", findet Löschzugleiter Dietmar Hertz. Karl-Heinz Sprigade kann da nur zustimmen. Er besucht regelmäßig Kindergärten im Ort und berichtet über vorbeugenden Brandschutz. Zeigt ihnen, wie man einen Notruf absetzt und wie man sich im Notfall richtig verhält.

Kleines Modell

Wie schnell der Rauch ausströmt, zeigt er ihnen mit Hilfe eines kleinen Modells - auch wie wichtig Rauchmelder sind. Schon mehr als 15 Einrichtungen hat Sprigade besucht. Ehrenamt ist für die Bodelschwingher Feuerwehr keine Phrase. Doch nicht immer geht es leise und beschaulich zu. Ist der Löschzug 21 im Einsatz, geht es bisweilen deutlich härter zur Sache. "Wir haben die Aufgabe die Wache zu besetzen, wenn die Berufsfeuerwehr ausrückt", skizziert Dietmar Hertz das Aufgabengebiet seines Zugs.

Viele Aufgaben

"Für die Wache 5 in Marten, 9 in Mengede, 2 in Lindenhorst und auch die Hauptwache machen wir das", zählt der Brandinspektor auf. 16 Mal wurden die Bodelschwingher bereits in diesem Jahr angefordert, 32 Mal im vergangenen Jahr. Während der Wachbesetzung stehen Hertz und seine Leute dann in der Pflicht. Denn bricht ein weiteres Feuer aus oder ist ein anderer Einsatz zu absolvieren, sind die Bodelschwingher an der Reihe. "Da gibt es dann viele Aufgaben, manchmal auch schreckliche Einsätze" - über die die Bodelschwingher ungern erzählen.

"Unfalltote sind schlimm. Damals der Motorradfahrer in Bövinghausen", erinnert sich Hertz und winkt ab. "Es ist ja nicht die Regel", sagt der Löschzugführer, der ebenso wie seine Kameraden auch die dörfliche Gemeinschaft liebt. "Wir organisieren den Martinszug mit und noch so einiges mehr hier in Bodelschwingh. Geselligkeit ist dabei Trumpf", sagt Hertz, doch das gelte natürlich nicht für den Einsatz. "Feuer ist Feuer und Feier ist Feier", betont der Löschzugführer.

Keine Sorgen

Die Gemeinschaft der Feuerwehr lockt dann auch immer noch den Nachwuchs. Eine Jugendfeuerwehr gibt es zwar nicht mehr, "Aber Sorgen machen müssen wir uns nicht", sagt Dietmar Hertz.  

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