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Leichtathletik-EM

Malte Mohr froh über starke Konkurrenz

HELSINKI Er ist der "Weltjahresbeste" im Stabhochsprung: Der Wattenscheider Malte Mohr steht mit seinen 5,91 Metern an der Spitze der globalen Bestenliste. Damit ist er automatisch ein Medaillenkandidat bei der Europameisterschaft in Helsinki.

Malte Mohr froh über starke Konkurrenz

Gehört bei der EM zum Favoritenkreis: Stabhochspringer Malte Mohr vom TV Wattenscheid.

In der finnischen Metropole tragen die Stabartisten am Samstag (30.) ab 12.15 Uhr unserer Zeit ihre Qualifikation aus. Mohr hofft auf gescheite Wetterbedingungen, nach Möglichkeit soll der Regen also einen Bogen ums Stadion machen. Die Aussichten für Sonntag sind gar nicht so übel, dann steht ab 15.15 Uhr das Finale an.

Lavillenie ist Favorit

Als allerersten Titelkandidaten sieht sich der Wattenscheider nicht. "Der Hauptfavorit ist und bleibt Renaud Lavillenie, der in dieser Saison verletzungsfrei durchgekommen ist und sehr wahrscheinlich besser in Form ist als ich, weil er keinen Trainingsrückstand hat", sagt Mohr nicht zuletzt mit Blick auf seine Knieverletzung, die er sich vor einigen Wochen beim Diamond League-Meeting in Shanghai zugezogen hat. Der Franzose habe auch noch Luft nach oben: "Die 5,90 Meter sind nicht sein letztes Wort."

Malte Mohr freut sich, dass Europas Spitzenspringer die EM in Finnland trotz der Olympischen Spiele wenige Wochen später ausgesprochen ernst nehmen: "Es ist gut, dass die Konkurrenz da ist. Drei oder vier Absagen hätten dem Wettbewerb schon einiges an Wert genommen. Aber so ist diese Europameisterschaft genauso viel wert wie andere, die nicht in einem Olympiajahr stattgefunden haben. Wir Stabhochspringer sind halt eine hartgesottene Truppe."

Nicht gut geplant

Eins nervt Mohr, der noch nie in Helsinki gesprungen ist, allerdings gewaltig: Vorkampf am Samstag, das Finale dann bereits einen Tag später am Sonntag - das ist eine ungewohnte Härte für die Athleten. Malte Mohr: "Es ist einfach blöd. Man ist dann am nächsten Tag doch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Man muss sich doch auch für die Quali einspringen, heiß machen; das ist körperlich belastend und intensiv. Völliger Quatsch, das Finale dann für den nächsten Tag anzusetzen. Das hätte man besser planen können."

So oder so: Der Deutsche Meister aus Wattenscheid will Edelmetall und sagt: "Ich fühle mich sicher, bin technisch stabil. Ein bisschen Form darf noch kommen. Und dann mache ich mein Ding."

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