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Herner Doppelmord: Urteil erst 2018

Marcel H. plante wohl Vergewaltigung einer Schülerin

Herne/Bochum Der mutmaßliche Doppelmörder Marcel H. aus Herne wollte vor der Tötung des kleinen Jaden bereits eine Schülerin zu sich locken und offenbar vergewaltigen - doch die 16-Jährige sagte ab. Mit einem Urteil ist nun frühestens am 25. Januar zu rechnen.

Marcel H. plante wohl Vergewaltigung einer Schülerin

Marcel H. plante vor dem Mord an dem -jährigen Jaden in Herne offensichtlich, eine 16-jährige Schülerin zu vergewaltigen. Foto: dpa

Bereits kurz nach den schrecklichen Taten im März 2017 war im Internet eine kleine Serie von schockierenden Sprachnachrichten von Marcel H. aufgetaucht. „Ich wollte eigentlich ein Mädchen hier her holen, um die zu vergewaltigen...“, heißt es beispielsweise in einer.

Schülerin sagte ab und rettete damit wohl ihr Leben

Am 13. Verhandlungstag vor dem Bochumer Landgericht wurde am Donnerstag klar, dass dieser Satz keine bloße Phrase – sondern offenbar tatsächlich ein perfider Plan gewesen ist. Denn Marcel H. hatte sich schon fünf Tage vor der Tötung des Nachbarsjungen Jaden, den er unter einem Vorwand in die spätere „Mord-Wohnung“ nach nebenan gelockt hatte, per WhatsApp an eine Schülerin aus Gelsenkirchen gewandt.

„Er hat geschrieben, wir könnten ja in seiner leer stehenden, alten Wohnung Sachen kaputt machen, oder so“, erinnerte sich die 16-Jährige als Zeugin. Sie habe ein Treffen aber abgelehnt - und rettete damit wohl ihr Leben.

Bochum Der mutmaßliche Doppelmörder Marcel H. aus Herne hat offenbar schon vier Tage vor der Tötung des kleinen Jaden konkrete Mordpläne entwickelt. Das ist am Freitag vor dem Bochumer Schwurgericht bekannt geworden.mehr...

Marcel H. wollte Schülerin in seine alte Wohnung locken

Denn hätte die Schülerin zugesagt, wäre sie möglicherweise das erste Opfer von Marcel H. geworden. Denn einem Freund hatte der 20-Jährige praktisch zeitgleich per WhatsApp mörderische Fantasien anvertraut und dabei auch geschrieben, dass er vorhabe, das 16-jährige Mädchen, dessen Vornamen er auch genannt hatte, in seine Ex-Wohnung zu locken, um sie dort zu vergewaltigten. Und sogar, dass das verlassene Haus ein perfekter Ort sei, um Menschen umzubringen.

Der Prozess verläuft seit September überwiegend in ruhiger Atmosphäre. Als am Donnerstag jedoch erstmals bislang unveröffentlichte Sprachnachrichten von Marcel H. im Gerichtssaal vorgespielt wurden, wurde es kurzzeitig unruhig. Der Grund: Unmittelbar nach der Tötung des kleinen Jaden hatte Marcel H. seinem besten Freund eine Sprachnachricht zugeschickt, auf denen er das von ihm mit 52 Messerstichen getötete Kind kichernd verhöhnt.

BOCHUM Am Bochumer Landgericht hat der Angeklagte Marcel H. zu Prozessauftakt über seinen Verteidiger gestanden, den neunjährigen Jaden und später den 22-jährigen Christopher umgebracht zu haben. Die Mütter der beiden Getöteten waren ebenfalls im Gerichtssaal. So wurde es emotional - obwohl Marcel H. vollkommen emotionslos blieb.mehr...

Grinsend neben verstümmelter Leiche posiert

Außerdem wurde bekannt, dass der 20-Jährige auf dem Handy des zweiten Opfers eine Art „Grusel-Selfie“ von sich abgelegt hatte, auf dem er neben dem verstümmelten Leichnam seines Schulfreunds grinsend posiert.

Marcel H. hat bereits gestanden, am 6. März den neunjährigen Jaden und am 7. März seinen Ex-Schulfreund Christopher mit insgesamt 120 Messerstichen umgebracht zu haben. Wegen der zuletzt angeordneten ärztlichen Untersuchungen von Marcel H. (Gehirn und Blut) dauert der Prozess nun bis ins neue Jahr hinein. An Donnerstag wurden in Bochum acht weitere Prozesstermine bekannt gegeben. Urteilstermin ist nun frühestens der 25. Januar 2018.

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