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Marcelinho-Erbe Misimovic schießt VfL zum Sieg

Wolfsburg (dpa) Magaths neuer Marcelinho heißt Misimovic. Der 26-jährige Bosnier konnte die Rolle seines in die brasilianische Heimat zurückgekehrten Vorgängers beim 2:1 (0:1) über den 1. FC Köln zwar nicht vollends ausfüllen, erzielte aber immerhin den Siegtreffer für den VfL Wolfsburg.

Marcelinho-Erbe Misimovic schießt VfL zum Sieg

Zvjezdan Misimovic freut sich über seinen Treffer gegen den 1. FC Köln.

«Spiele, in denen es nicht läuft, musst du gewinnen, wenn du oben mitspielen willst. Und das wollen wir», sagte Zvjezdan Misimovic nach dem verdienten, aber schwer erkämpften Erfolg, mit dem sich der UEFA-Cup-Teilnehmer für ihn standesgemäß sofort in das obere Tabellendrittel der Fußball-Bundesliga einrangierte.

Das war auch das wichtigste Fazit von Cheftrainer Felix Magath, der seiner umformierten Mannschaft eine sehr gute Leistung bescheinigte. Damit dürfte der 55 Jahre alte Fußball-Lehrer aber nur die zweite Halbzeit gemeint haben, davor lief es alles andere als rund. «Man hat schon gemerkt, dass uns Marcelinho als Anspielstation fehlt. Aber das wird sich finden», befand Magath nachsichtig.

Seine Protagonisten, zu denen die beiden italienischen Weltmeister Cristian Zaccardo - zur Pause sogar ausgewechselt - und Andrea Barzagli diesmal noch nicht zählten, stimmten zu. «Uns ist es anfangs nicht gelungen, wie eine Heimmannschaft aufzutreten. Das haben wir erst nach der Pause geschafft», meinte Mittelfeldspieler Christian Gentner. «Da haben wir die Kölner permanent unter Druck gesetzt. Das hat sich dann ausgezahlt», bestätigte Misimovic. Gentner erzielte nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff den Ausgleich, Misimovic erlöste zwölf Minuten vor Schluss die schon ungeduldigen 29 085 Zuschauer mit seinem sehenswerten Siegtor.

Die Sorgen in der Angriffsabteilung, in der in dem verletzten Edin Dzeko und dem gesperrten Grafite beide Eckpfeiler aus der vergangenen Saison fehlten, sind damit zwar noch nicht aus der Wolfsburger Welt. Von personeller Nachrüstung will Magath aber dennoch absehen. «Beide sind in Kürze wieder dabei. Und außerdem hat Mahir Saglik seine Sache nach seiner Einwechslung sehr gut gemacht», sagte er.

Das durfte Magaths Pendant Christoph Daum von seinen Neuen auch behaupten. Aber nur eine Halbzeit lang. Da weckte das frühe Führungstor von Milivoje Novakovic (20.) Hoffnungen auf eine perfekte Bundesliga-Rückkehr nach zwei Jahren Zweitliga-Dasein. Warum sie sich nicht erfüllten, wusste Daum genau: «Wir haben stark begonnen, dann nachgelassen. In der ersten Liga geht alles viel schneller und das über 90 Minuten hinweg. Daran müssen sich viele meiner Spieler noch gewöhnen.»

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