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"Maria Königin" sammelt Spenden für die Sanierung ihrer Kirche

EICHLINGHOFEN Seit Jahren bröckelt der Putz von der durchnässten Westwand der katholischen Kirche Maria Königin. Auf 170 000 Euro schätzt die Gemeinde die Kosten für die dringend nötige Sanierung, für die sie etwa 50 000 Euro aufbringen muss.

von Von Heike Thelen

, 24.08.2008
"Maria Königin" sammelt Spenden für die Sanierung ihrer Kirche

Gina Preedy, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, und Peter Quinders, Pressewart der Kirchengemeinde Maria Königin, präsentieren vor der Kirche eine Infotafel mit Details zur Kirchensanierung.

Nass ist das Mauerwerk des verklinkerten Kirchenschiffes und des angrenzenden Pfarrhauses an der Baroper Straße 378 schon seit Jahren. "Ein technisches Problem aus der Bauzeit", weiß Peter Quinders, Pressewart der Kirchengemeinde Maria Königin.

Denn umgekehrt zu heutigen Bautechniken seien die Wände, die 1961 fertig gestellt wurden, von innen nach außen wasserdurchlässiger errichtet, so dass Klinker und Fugen das Schlagwasser geradezu reingesaugt hätten. Das Ergebnis: Der Innenputz quillt auf, wird weich und bröckelt auf Gemeinde und Kirchenbänke.

Unhaltbarer Zustand

"Ein unhaltbarer Zustand, den wir bereits vor zwölf Jahren mit neu verfugter Fassade behoben haben. 

Doch kurze Zeit später hatten wir das gleiche Dilemma wie vorher", erinnert Paul Kollmann, geschäftsführender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, an die erste Sanierung, die vor sechs Jahren noch einmal wiederholt wurde. Doch inzwischen platzt der Putz wieder ab, die Gemeinde sitzt wieder im Regen. "Vor etwa einem Jahr haben wir unsere zeitgenössischen Gemälde, den Hauptkulturschatz unserer Kirche, von der Westwand an die gegenüberliegende Wand umgehängt", nennt Gina Preedy, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, notwendige Schutzmaßnahmen. Das Pfarrhaus ist mit schwarzer Folie am Giebel vorübergehend trockengelegt.

Um die Fassaden langfristig trocken zu halten, haben Architekten ein Sanierungssystem mit Tonziegeln und integrierter Dämmung entwickelt. Bei 150 000 bis 170 000 Euro liegen die geschätzten Kosten, die das Erzbistum Paderborn nach Prüfung der Planung voraussichtlich zu 70 Prozent übernimmt.

Klinken putzen bei den Unternehmern "Um den Gemeindeanteil von etwa 50 000 Euro zusammenzutragen, haben wir nach mittelalterlichem Vorbild das Projekt Dombauhütte ins Leben gerufen", begründet Preedy, warum auch der Pfarrgemeinderat bei allen geplanten Aktivitäten der Gemeinde offensiv um Spenden bitten und bei Unternehmen Klinken putzen will.

Denn ein Ziel hat die Gemeinde fest im Blick: Ihr 50-jähriges Bestehen will sie 2011 in frisch gestrichenen trockenen Wänden feiern.