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Marienhospital spürt deutlichen Mangel an Konserven

Blutspende

WITTEN Blut ist knapp. Der DRK-Blutspendedienst in Hagen beklagt, dass die Spendenbereitschaft in diesem Sommer noch geringer ist als schon in den Vorjahren, und im Marienhospital macht sich der Mangel an Spenderblut deutlich bemerkbar.

von Von Beatrice Haddenhorst

, 02.08.2010
Marienhospital spürt deutlichen Mangel an Konserven

Blutkonserven sind Mangelware.

„Wir bekommen derzeit etwa nur die Hälfte der Blutkonserven, die wir bestellen, auch tatsächlich geliefert. Einmal mussten wir neulich sogar einen Suchauftrag starten, um eine bestimmte Blutgruppe zu bekommen“, beschreibt Professor Martin Bergbauer aus dem Marienhospital die Lage. Bisher haben er und seine Kollegen noch keine Operationen verschieben müssen, aber er kann sich vorstellen, dass die Vorräte beim DRK noch weiter abnehmen: „Das ist in der Urlaubszeit immer so, aber in diesem Jahr extremer als sonst. Es hat vielleicht auch an der Hitzeperiode gelegen, weil Spender dann auch eher Kreislaufprobleme nach einer Blutspende fürchten.“

Operationen, die nicht dringend seien, müssten eben verschoben werden, wenn sich der Mangel an Blutspenden noch verschärfen sollte. Die Bereitschaft von Patienten, vor einer geplanten Operation eigenes Blut zu spenden, so Professor Bergbauer, hat nachgelassen: „Da gab es einen Boom, als verseuchte Konserven im Umlauf waren. Das Risiko, sich über eine Blutspende zu infizieren, hat jedoch enorm abgenommen. Jetzt lehnen sehr viele Patienten es ab, Blut für ihre OP zu spenden.“

Um dem Mangel an Spenderblut in diesem Sommer zu begegnen, so der Mediziner weiter, seien Eigenblutspenden sowieso nicht geeignet. Die Patienten müssen vier Wochen vor der OP spenden. Und bis dahin, so hofft Bergbauer, sind viele Spender wieder erholt und spendenbereit aus dem Urlaub zurück.