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Martin Wuttke kehrt an die Volksbühne zurück

Berlin (dpa) Eigentlich gehört er zum Ensemble des Burgtheaters in Wien, Fernsehzuschauer kennen ihn aus dem «Tatort» Leipzig. Martin Wuttke (50) ist an die Berliner Volksbühne zurückgekehrt. Dort inszeniert und spielt er Molières «Der eingebildete Kranke».

Martin Wuttke kehrt an die Volksbühne zurück

Martin Wuttke inszeniert und spielt in Berlin Molières «Der eingebildete Kranke». Foto: Frank Rumpenhorst

Bei der Premiere am Freitagabend gab es nach knapp zwei Stunden kräftigen Applaus für das achtköpfige Ensemble. Es war der Auftakt von gleich drei Molière-Inszenierungen, in denen Wuttke die Hauptrolle übernimmt.

Zu der «Ballettkomödie» von 1673 hängt in der Volksbühne ein rot-weiß-gestreifter Vorhang: «zum totlachen!» steht darauf. Darüber schimmert ein grünliches Skelett, das mit dem Kopf rollen kann. Das Publikum hat Spaß daran, wie Wuttke finster geschminkt und krächzend als Männchen im Nachthemd herumtollt und tobt. Seine Tochter will der Hypochonder mit einem Arzt vermählen - die hat anderes im Sinn.

In einer Szene lässt er sich einen Riesenklistier in den Hintern rammen - es spritzt bis vor die erste Reihe. Auch seinen Kollegen werden einiger Körpereinsatz und Slapstick-Kunst abgefordert. Das Bühnenbild von Bert Neumann sieht nach Volkstheater-Stube aus, die Kostüme wirken ironisch gefärbt altmodisch. Wuttke arbeitet auch mit Videotechnik: Auf der Leinwand sieht der Zuschauer in Großaufnahmen, was hinten geschieht.

Ob das Bühnenbild beim nächsten Molière so bleiben wird, können die Zuschauer am 8. Juni erfahren. Dann feiert Frank Castorfs Inszenierung von «Der Geizige» Premiere. Später soll René Polleschs Version von «Don Juan» folgen. Die «Berliner Morgenpost» sprach angesichts der drei Inszenierungen schon von den «Wuttke-Wochen» an der Volksbühne.

Volksbühne zu «Der eingebildete Kranke»

Interview mit Martin Wuttke in der «Berliner Morgenpost»

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