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Massage für den Hund

WERNE Massagen, Lymphdrainagen und Blutegeltherapie - was für Menschen gut ist, muss für Hunde nicht schlecht sein. Das beweist die 27-jährige Mareike Kraus. Sie hat am Samstag am Werner Hellweg eine Physiotherapiepraxis für Hunde eröffnet.

von von Sebastian Ritscher

, 13.08.2008
Massage für den Hund

Auf dem Unterwasserlaufband können sich gesunde Hunde richtig austoben und Kondition und Muskeln aufbauen, während ältere Hunde beim Laufen entlastet werden. Mareike Kraus gewöhnt die kleine Fanta an das Gerät.

Selbst auf den Hund gekommen ist die junge Geschäftsfrau erst vor kurzem. Neugierig stromert deswegen die zehn Wochen alte Fanta durch die frisch renovierten Praxisräume und darf ab und an als Übungsobjekt herhalten. Doch auch vorher gab es sie schon, die Hundebegeisterung. Und als Mareike Kraus dann einmal eine physiotherapeutische Hunde-Behandlung bei der Bundeswehr gesehen hat, war sofort klar, wo die berufliche Karriere hingehen soll. "Der Hund hat von sich aus gerne mitgemacht und man hat schnell Erfolge gesehen", erinnert sich Kraus.

Einjährige Ausbildung

Medizinisches Wissen hatte die frisch gebackene Therapeutin zu genüge - allerdings für Menschen. Erst gab es eine Ausbildung zur Arzthelferin, dann acht Jahre Dienst bei der Bundeswehr und dort viele Weiterbildungen. An den treuen Vierbeiner ging es dann bei einem 15-monatigen Praktikum bei einem Tierarzt und bei der einjährigen Ausbildung in einer privaten Schule in Kirchlängen.

Gut vorbereitet ist die Existenzgründerin also. Obendrein ist die Praxis eingerichtet, die Einweihungsfeier gelaufen und die ersten Behandlungen eingetragen. Nervös ist sie trotzdem. "Aber das ist wohl ganz normal." Schließlich heißt es jetzt warten. Auf Kunden. Und die sollten erst einmal zum Tierarzt.

Diagnose erforderlich

"Ohne Diagnose behandle ich keinen Hund", so Krause. Ausgenommen: Massagen sowie Konditions- und Muskelaufbautraining für gesunde Hunde.

Daneben kann Krause so einige Schmerzen und Probleme behandeln - sei es auf dem Trampolin, um Koordination und Muskelaufbau zu fördern, auf der Matte, wo passive Bewegungstherapie erfolgt, oder im Herzstück: dem Unterwasserlaufband.

Ob der Hund nun gesund ist und das Wasser seine Laufarbeit erschwert oder ob er krank ist und der Auftrieb ihm Last von den Pfoten nimmt - das Laufband ist vielfältig einsetzbar. Jetzt wartet es nur noch auf hechelnde Patienten.