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Masterplan: „Ablehnung wäre das Schlimmste“

WITTEN Der Zug in Richtung Masterplan Einzelhandel wird nun vermutlich doch länger unterwegs sein als zunächst gedacht. CDU und WBG haben gestern in der Sitzung des Haupt- und Finanzaussschusses deutlich gemacht, dass sie ihre Beratungen bis zur Ratssitzung am Montag nicht zum Abschluss bringen können.

03.12.2007
Masterplan: „Ablehnung wäre das Schlimmste“

Herbeder Proteste gegen den Masterplan sind als Wunschzettel an einem Weihnachtsbaum auf der Meesmannstraße geheftet.

„Aus Annen und Herbede kommen Signale der Unzufriedenheit, und wir hätten gerne eine breite Zustimmung“, stellte der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Noske klar. Er schlug vor, den Beschluss auf Februar oder März zu verschieben. Bis Montag soll das entschieden sein.

„Es gibt Meinungsstreitigkeiten, doch die lassen sich nicht ausräumen, auch wenn wir noch 15 Gespräche führen“, verdeutlichte Stadtbaurat Markus Bradtke noch einmal seine Position. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Sonja Leidemann appellierte er an die Fraktionen, einen schnellen Beschluss herbeizuführen: „Eine Ablehnung wäre das Schlimmste, was passieren könnte.

Das würde keine Investitionssicherheit bringen und die Standorte schwächen.“ Er erinnerte daran, dass der bundesweit tätige Gutachter dem Wittener Weg zum Masterplan Einzelhandel Lob ausgesprochen hatte: So viel Bürgerbeteiligung hätte er bislang in keiner anderen Gemeinde erlebt.

Gutachten mit heißer Nadel gestrickt

„Es geht hier um die Nöte und Sorgen der Bürger“, hatte Thomas Karpowicz, der Vorsitzende der WBG, betont. Nach seinem Eindruck sei das Gutachten zum Masterplan mit der heißen Nadel gestrickt. Konkrete Zeitangaben für die Verabschiedung des Plans forderte der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Richter von CDU und WBG ein. „Was kann man denn anderes mit dem Areal der Gerberschule machen?“, fragte er. Obwohl es immer wieder Kritik an den Ansiedlungsplänen für einen Vollsortimenter an dieser Stelle gebe, habe noch kein anderer Investor seine Interesse schriftlich bekundet.

Markus Bradtke erklärte: Dass Rewe den Edeka-Standort an der Meesmannstraße übernehmen wolle, wie der Bürgerkreis behauptet, sei nur bedingt richtig: „Rewe hat mündlich lediglich Interesse an der Einrichtung eines Frischemarktes bekundet. Aber wir wollen für den Ortsteil einen Anbieter, der die ganze Warenpalette des täglichen Bedarfs verkauft.“