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Masters-Champion Zverev will „weitermachen“

Madrid. Alexander Zverev sieht trotz seines Masters-Sieges in Madrid weiter Sandplatz-König Rafael Nadal als Top-Anwärter auf den French-Open-Triumph. Auch Boris Becker mahnt zu Bescheidenheit. Vom Auftritt des Hamburgers zeigt er sich schwer beeindruckt.

Masters-Champion Zverev will „weitermachen“

Gewann das Turnier in Madrid: Alexander Zverev. Foto: GSR/gtres

Über die French Open wollte Masters-Champion Alexander Zverev auf dem Flug von Spanien nach Italien noch nicht nachdenken - und auch Boris Becker warnte vor überzogenen Erwartungen für das Sandplatz-Spektakel in Paris.

„Ich würde die Überschrift "Mitfavorit" nicht wählen wollen, dafür lief es bei den Grand Slams für ihn bislang nicht gut genug“, sagte Becker am Montag über den 21 Jahre alten Hamburger. Mit einem 6:4, 6:4 gegen den ausgewiesenen Sandplatz-Spezialisten Dominic Thiem hatte Zverev tags zuvor das Masters in Madrid gewonnen und sich von dort auf den Weg nach Rom gemacht, wo er in dieser Woche seinen Titel verteidigen will.

„Vor den French Open steht jetzt erst einmal Rom an. Als Titelverteidiger ist meine Motivation besonders groß, dort erfolgreich zu spielen“, sagte Zverev. Vor einem Jahr holte er in der italienischen Hauptstadt seine erste Trophäe bei einem Tennisturnier der zweitwichtigsten Kategorie nach den vier Grand Slams, nun sind es nach Rom, Montreal und Madrid bereits drei Masters-Kronen.

Schritt für Schritt, Monat für Monat hat sich der 1,98-Meter-Schlaks nach oben gearbeitet. Nach einem klar strukturierten Karriere-Plan, inklusive nicht ausbleibender Rückschläge oder Beliebtheits-Werten in der Heimat nicht zuträglicher Absagen für deutsche Turniere. Doch der Erfolg gibt ihm Recht. Zverev ist neben den vier Tennis-Granden Rafael Nadal, Roger Federer, Novak Djokovic und Andy Murray der einzige aktive Spieler, der mindestens drei Masters-Titel geholt hat.

„Er steht auf einer Stufe mit den Allerbesten. Im zweiten Jahr nach seinem Durchbruch diese Leistung zu konsolidieren, beeindruckt mich sehr“, sagte Becker, der an der Seite seines früheren Managers Ion Tiriac das Endspiel in Madrid in der Ehrenloge verfolgt hatte.

Zverev ist hinter Federer und Nadal die Nummer drei der Weltrangliste. Auch in der gefühlten Wahrnehmung ist er längst der hartnäckigste Konkurrent der beiden Ausnahme-Athleten. Thiem ließ er im Endspiel keine Chance - und das, obwohl der Österreicher im Viertelfinale immerhin Nadal aus dem Turnier geworfen hatte.

Auf dem Weg zu seinem zweiten Titel in zwei Wochen nach seinem jüngsten Erfolg in München gab Zverev keinen Satz ab - und kassierte noch nicht einmal ein Break. „Das ist auf Sand schon außergewöhnlich. Thiem gehört auf Sand zu den Allerbesten, Sascha hat ihm keine Chance gelassen. Das zeigt seine Klasse“, sagte Becker.

Nur diese lästigen Fragen nach dem ersten Grand-Slam-Triumph musste Zverev auch jetzt wieder beantworten. „Ich hoffe, dass ich so weitermachen kann, habe aber noch viel Arbeit vor mir“, sagte Zverev. Als Titelanwärter Nummer eins für Roland Garros gilt für ihn und Becker der zehnmalige Champion und Vorjahressieger Nadal.

„Da ist Nadal und dann lange nichts“, sagte Becker, der einen engen Kontakt zur Zverev-Familie pflegt und dessen Ratschläge geschätzt werden. „Rafa ist der Favorit, egal wo er auf Sand spielt. Er ist der Favorit in Rom, er ist der Favorit in Paris, dort noch mehr als anderswo. Er ist immer noch der, den es zu schlagen gilt“, sagte Zverev. Becker gab sogar ganz zurückhaltende Ziele aus für die French Open (27. Mai bis 10. Juni). „Saschas Ziel muss es sein, die zweite Woche zu erreichen und dann von Match zu Match zu schauen“, sagte der dreimalige Wimbledonsieger und Chefberater des Deutschen Tennis Bundes. Vor einem Jahr nämlich scheiterte der damals schon als Mitfavorit gehandelte Zverev in Runde eins an Fernando Verdasco.

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