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Matthäus wiederholt Unverständnis für Mertesackers-Aussagen

Berlin. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat in der Debatte um Druck im Fußball sein Unverständnis für die Aussagen von Per Mertesacker erneuert.

Matthäus wiederholt Unverständnis für Mertesackers-Aussagen

Nachgelegt: Lothar Matthäus hat die Debatte um die Aussagen von Per Mertesacker neu befeuert. Foto: Hendrik Schmidt

Der Abwehrspieler hatte in einem „Spiegel“-Interview erzählt, wegen der Anspannung regelmäßig an Brechreiz und Durchfall gelitten und das Aus im Halbfinale bei der Heim-WM 2006 in Deutschland als erleichternd empfunden zu haben. „Ich verstehe natürlich, dass jeder mit Druck unterschiedlich umgeht, aber wenn ich 2006 Druck spüre, dann zeige ich Größe, wenn ich das auch 2006 kommuniziere. Nicht erst 2018, wenn die Karriere vorbei ist“, bemängelte Matthäus in der „Augsburger Allgemeinen“.

Der Weltmeister von 1990 hatte Mertesacker bereits unmittelbar nach Erscheinen des Interviews kritisiert und war dafür von anderen Ex-Spielern angegriffen worden. Stefan Effenberg etwa schrieb am Dienstag in einer Kolumne, die Aussagen von Matthäus zeugten davon, „dass er sich nicht wirklich mit dem Thema beschäftigt hat“.

Matthäus kritisierte den noch bis Sommer beim FC Arsenal spielenden Mertesacker vor allem für seine Aussagen zur Heim-WM. „Ich verstehe nur nicht, wenn er im Nachhinein sagt, dass er bei der WM 2006 eigentlich gar nicht spielen wollte, weil der Druck ihm zu groß war. Druck gehört im Profifußball dazu. Das ist Teil des Systems. Ein anderer hätte sich gefreut, wenn er gespielt hätte.“

Der frühere Weltfußballer und langjährige Profi des FC Bayern ergänzte: „Ich glaube, in den Mannschaften, in denen ich gespielt habe, auf den Positionen, auf denen ich gespielt habe, war der Druck noch größer.“ In München habe „nicht irgendwer auf die Schnauze bekommen, sondern ich. Da musst du einfach stark genug sein, vom Charakter da dagegenzuhalten“.

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