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Max Goldt erhält Kleist-Preis

Berlin (dpa) Der Schriftsteller und Musiker Max Goldt wird an diesem Sonntag im Berliner Ensemble mit dem Kleist-Preis 2008 ausgezeichnet.

Max Goldt erhält Kleist-Preis

Max Goldt wird geehrt.

Die Laudatio hält der Autor und Kleist-Preisträger Daniel Kehlmann («Die Vermessung der Welt»), der als Vertrauensperson der Jury Goldt für die Auszeichnung ernannt hatte.

Der 1958 in Göttingen geborene Goldt habe als Kolumnist der Zeitschrift «Titanic», Essayist und Prosakünstler den deutschen Alltag bis «zur Kenntlichkeit entstellt», hieß es zur Begründung zur Verleihung des mit 20 000 Euro dotierten Preises. Mit seinem Witz, Scharfsinn und ästhetischen Urteilsvermögen sei er mit dem Sprachkritiker Karl Kraus (1874-1936) vergleichbar.

Goldt lebt seit 1977 in Berlin und war früher auch als Fremdenführer in der Stadt tätig. 1981 gründete er zusammen mit Gerd Pasemann das Duo Foyer des Arts und galt mit Songs wie «Wissenswertes über Erlangen» oder «Hubschraubereinsatz» als einer der Stars der Neuen Deutschen Welle. Als Schriftsteller wurde er mit mit Titeln bekannt wie «Mein äußerst schwer erziehbarer schwuler Schwager aus der Schweiz» (1984), «Die Radiotrinkerin» (1991) oder «Schließ einfach die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Kluncker» (1994). Zuletzt erschienen «Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens» und «QQ».

Im Vorfeld der Preisverleihung findet im Literarischen Colloquium am Wannsee bis zum Samstag die internationale Jahrestagung der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft statt. Dabei sollen auch Pläne für das Kleistjahr 2011 zum 200. Todestag des Dichters zusammen mit dem Kleist-Museum in Frankfurt (Oder) diskutiert werden. Kleist hatte sich am 21. November 1811 am Kleinen Wannsee bei Berlin erschossen.

Der Kleist-Preis wurde in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts unter anderem Carl Zuckmayer, Hans Henny Jahnn, Bertolt Brecht und Robert Musil verliehen. Nach Wiederbegründung des Preises 1985 waren Preisträger unter anderen Alexander Kluge, Thomas Brasch, Heiner Müller, Martin Mosebach, Daniel Kehlmann und Wilhelm Genazino. Das Preisgeld stiften die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die Länder Berlin und Brandenburg.

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