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Max Uhlig schenkt Sachsen Lebenswerk und Domizil

Dresden. Er zählt zu den international renommiertesten Gegenwartskünstlern Deutschlands. Auch mit 80 Jahren will Max Uhlig nicht von der Arbeit lassen. Sein Lebenswerk hat er schon mal gesichert.

Max Uhlig schenkt Sachsen Lebenswerk und Domizil

Max Uhlig in seinem Atelier. Foto: Sebastian Kahnert

Der Dresdner Maler, Zeichner und Grafiker Max Uhlig hat mit einer Schenkung an den Freistaat Sachsen sein Lebenswerk gesichert und öffentlich zugänglich gemacht.

Der künstlerische Vorlass umfasst 15.214 Werke aller Gattungen sowie Druckstöcke von den späten 1950er Jahren bis in die Gegenwart, wie die Kulturstiftung des Landes am Mittwoch mitteilte. Sie übernimmt auch das Atelier- und Wohnhaus. Das um- und ausgebaute Fabrikgebäude am Elbhang wird unter dem Namen Max Uhlig Haus eine Internationale Künstlerresidenz.

Die sächsische Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) bedankte sich bei Uhlig und dessen Frau Angela Simon für die „großzügige Geste“, die auch als Auftrag verstanden werde. Es sei ein „herausragendes Beispiel“ für die vorausschauende Bewahrung eines Oeuvres. „Es ist mir wichtig, dass hier Zukunft stattfindet und weitergearbeitet wird“, sagte der 80-Jährige. „Das entlastet auch mein Gewissen.“ Die Schenkung umfasst unveräußerliche Werke sowie eine Katalogbibliothek, Dokumente und Erinnerungsstücke. Später sollen weitere, teils neue Arbeiten einfließen.

Uhlig war erst Schriftzeichner, studierte dann bei Hans Theo Richter und Max Schwimmer in Dresden und ist seit 1964 freischaffend tätig. Erkennungszeichen seiner Kunst sind verschlungene Zweigwerke, seit Jahrzehnten bringt er Landschaften und Porträts als scheinbares Gewirr aus Linien und Pinselstrichen auf Leinwand und Papier. Auch Gerhard Schröder saß ihm in seiner Amtszeit für das Kanzlerporträt Modell.

Uhlig bleibt mit seiner Frau in dem Areal im Dresdner Stadtteil Helfenberg wohnen und nutzt einige der Atelier- und Lagerräume. Das Max Uhlig Haus mache es künftig auch möglich, Künstler der Welt einzuladen, freute sich Stiftungsdirektor Ralph Lindner. Für Präsident Ulf Großmann ist die Möglichkeit, das einzigartige Oeuvre zu erforschen, zu pflegen, zu vermitteln und auszustellen, „eine unerwartete, glückliche Fügung“.

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