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Mediziner: «Singen stärkt die Abwehrkräfte»

Wiesbaden/Hannover (dpa) Die Stimme ist das älteste Instrument der Welt - und trotzdem entdecken Wissenschaftler ständig Neues. Zum Beispiel, dass Hobby-Sänger ein besseres Immunsystem haben.

Mediziner: «Singen stärkt die Abwehrkräfte»

Singen hält fit - das sagen sogar Mediziner. Studien zufolge schütten Chorsänger jede Menge positive Hormone aus und bekommen im Winter seltener einen Schnupfen. Foto: Bernd Thissen

Was passiert dabei eigentlich im Körper? Sänger bekommen seltener Schnupfen, sagt der Medizinprofessor Altenmüller. Der Neurologe Eckart Altenmüller ist Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover und Experte für Musikermedizin. Er erklärt, wie Gesang den Körper verändert.

Was passiert beim Singen im Körper?

«Das Chorsingen führt durch die Aktivierung der Atmung, die Kontrolle der Atemmuskulatur und nicht zuletzt durch das Gemeinschaftserlebnis zur Ausschüttung einer ganzen Reihe von positiven Emotionshormonen. Zum Beispiel werden Oxytocin, das sogenannte Kuschelhormon, sowie die klassischen Glückshormone, die Endorphine, ausgeschüttet. Außerdem wird beim Singen Immunglobolin gebildet - das heißt: Singen stärkt die Abwehrkräfte. Sänger in Laien- und Amateurchören bekommen zum Beispiel im Winter seltener einen Schnupfen.»

Ist Musik auch eine Art Sport?

«Singen und Musizieren kann auf jeden Fall sehr anstrengend sein. Ein professioneller Musiker hat während eines Konzerts mehr Stress als der Pilot eines Düsenjets beim Fliegen. Der Musiker muss über mehrere Stunden jede Bewegung, jeden Ton voraussehen und überwachen. Wenn hingegen ein Flugzeug erst mal in der Luft ist, wird in der Regel der Autopilot eingeschaltet.»

Warum singen immer weniger junge Menschen im Chor?

«Das Singen mit anderen ist für Jugendliche oft mit Scham belegt. Gerade bei Jungen zeigt die Stimme in der Pubertät die sexuelle Reife an, und das ist vielen unangenehm. Der Erfolg vieler Casting-Shows zeigt aber, wie groß das Gesangsinteresse bei Jugendlichen immer noch ist. Was sie allerdings meistens nicht so gerne mögen, ist klassischer Gesang, der in Richtung Hochkultur geht: Opern- und eben auch Chorgesang. Das gilt vielen als zu unnatürlich.»

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