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Megadeal: Braukonzern Anheuser-Busch schluckt Corona

Leuven/Bremen (dpa) Der weltgrößte Braukonzern Anheuser-Busch Inbev («Beck's», «Stella Artois») will die mexikanische Grupo Modelo mit ihrer Biermarke «Corona» komplett übernehmen. Geboten werden rund 20 Milliarden Dollar (gut 16 Mrd Euro).

Megadeal: Braukonzern Anheuser-Busch schluckt Corona

Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-BuschInbev ("Becks", "Stella Artois") übernimmt den Corona-Hersteller Modelo komplett. Foto: David Kennedy

Die Übernahmevereinbarung sehe eine Zahlung von 9,15 US-Dollar je Aktie vor, berichtete Anheuser-Busch Inbev am Freitag. Der Brauriese verspricht sich aus der Übernahme der restlichen Anteile jährliche Kosteneinsparungen von mindestens 600 Millionen Dollar. Modelo verkauft sein Bier nicht nur in Mexiko, sondern auch in den USA und in vielen weiteren Ländern.

Auf dem internationalen Biermarkt hatte es in den vergangenen Jahren zahlreiche Übernahmen geben. Dafür ist der Weltmarktführer selbst ein Paradebeispiel. 2008 war Inbev mit der Übernahme von Anheuser-Busch, der mit 52 Milliarden Dollar bislang größten in der Branche, in den Besitz von 50 Prozent der Grupo-Modelo-Anteile gekommen. Inbev hatte zuvor auch in Deutschland Brauereien gekauft.

«"Corona" wird in die Phalanx der Hauptmarken des Mutterkonzerns einziehen neben "Beck's", "Stella" und "Budweiser"», sagte der Sprecher von Anheuser-Busch Inbev Deutschland, Oliver Bartelt, der Nachrichtenagentur dpa. «Corona steht auf Platz vier der weltweit zehn größten Biermarken. Davon stammen dann künftig sieben aus unserem Haus», erläuterte er. Ob es Auswirkungen auf den Vertrieb der Biermarke «Corona» in Deutschland geben werde, bleibe abzuwarten.

Anheuser-Busch Inbev ist unter anderem mit den Marken «Beck's», «Hasseröder» und «Franzikaner» die Nummer 2 im deutschen Biermarkt. Ausgerechnet der Rivale und Marktführer Radeberger Gruppe ist derzeit der Importeur von «Corona» in Deutschland. In der Import-Hitliste des Fachmagazins «Inside» steht die Biermarke «Corona» auf Platz 17 mit einem geschätzten Importvolumen von 40 000 Hektolitern im Jahr 2011.

Die Radeberger Gruppe, die zum Lebensmittelriesen Oetker gehört, verfolgt das Geschehen. «Es ist nun viel zu früh, über Konsequenzen eines Deals zu spekulieren, der gerade erst angekündigt wird. Wir warten die weiteren Entwicklungen ab - und werden uns dazu mit unserem Vertragspartner austauschen», erklärte eine Sprecherin. Zur Importmenge von «Corona» will sich die Gruppe nicht äußern.

Das meiste Bier wird im Ländervergleich in China hergestellt. Es folgen die USA, Brasilien, Russland, Deutschland und auf dem sechsten Platz Mexiko. Das meiste Importbier in den USA kommt aus Mexiko. Mit Abstand folgen die Niederlande, Kanada und Deutschland.

Die AB-Inbev-Biermarke «Budweiser» ist nicht in Deutschland erhältlich. Das hierzulande vertriebene «Budweiser» kommt von der tschechischen Staatsbrauerei Budvar.

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