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Mehr Sicherheit für Ostenberg-Grundschüler

Brennpunkt Schulweg

Schüler laufen auf der Straße. Einen Fußweg gibt es nicht. Die Kirchenmauer versperrt die Sicht auf die kurvige Straße. Autos fahren in beide Richtungen, wenden in der Sackgasse direkt vor dem Schulhof. Die Straße An der Margarethenkapelle ist für die Kinder der Ostenberg-Grundschule ein echter Gefahrenpunkt.

BAROP

, 08.09.2017
Mehr Sicherheit für Ostenberg-Grundschüler

Die Sackgasse An der Margarethenkapelle ist für Fußgänger gefährlich.

Deshalb macht die Schule bei einem städtischen Projekt mit, das für eine sichere Anreise der Kinder sorgen soll. Ziel des Projektes „So läuft das“, welches die Stadt Dortmund unter anderem mit Polizei und Stadtwerken ins Leben gerufen hatte, ist ein selbstbestimmter und sicherer Schulweg. Dem allgemeinen Trend zum Hol- und Bringverkehr mit dem Auto soll entgegengewirkt werden.

„Zunächst haben wir die Eltern nach dem Schulweg der Kinder und Problemen befragt“, erklärt Projektleiter Carsten Elkmann. „Die haben sich gut beteiligt“, berichtet die Konrektorin Gundel Maurer, die das Projekt gemeinsam mit Elkmann betreut. Rund 70 Prozent von ihnen hätten mitgemacht, so Maurer. Das zeige wie wichtig das Thema den Eltern sei.

Problem "Elterntaxis"

Die erste Erkenntnis: Rund die Hälfte der Kinder wird mit dem Auto gebracht und abgeholt. Deutlich zu viele, meinen die Projektbeteiligten. Denn nur 37 Prozent von ihnen haben einen Schulweg von mehr als zwei Kilometern zu bestreiten.

Das Phänomen der „Elterntaxis“ führe zu Gefahren im Straßenverkehr, sind die Beteiligten überzeugt. Zum anderen nehme es den Kindern das Erlebnis des Schulwegs. Und alle Vorteile, die der mit sich bringt: Bewegung, sozialer Austausch und Selbstständigkeit.

Bei der Elternbefragung seien 22 problematische Punkte genannt worden. „Anschließend sind wir die Schulwege abgegangen und haben unsichere Stellen identifiziert“, so Maurer. Hauptbrennpunkt sei seit Jahren die Straße an der Margarethenkapelle. „Da gibt es immer wieder gefährliche Situationen“, schildert Elkmann.

Der hat mehrere Ideen, um dem Problem zu begegnen. Zunächst wünscht er sich weniger Autoverkehr insgesamt. Sofern dieser sich nicht vermeiden lässt, sollen Eltern ihre Kinder nicht direkt an der Schule absetzen.

Drei Lösungsansätze für Ostenberg-Grundschüler

Für die Straße An der Margarethenkapelle empfiehlt Elkmann, diese zur Spielstraße zu machen. Und schließlich sollen künftig Hol- und Bringzonen eingerichtet werden, die für sichere An- und Abreise der Schüler sorgen sollen. Auf Antrag der Bezirksvertretung Hombruch werden derzeit drei mögliche Standorte geprüft. „Unser Favorit ist oberhalb der Ortsmühle. Das wäre sehr gut geeignet, da es von dort nur 350 Meter Fußweg sind“, sagt Elkmann. Die Pläne sind aber noch im Anfangsstadium.

Bis dahin setzen Elkmann und Mauer bei den Schülern an. Die sollen durch ein Belohnungssystem zu verkehrssicherem Verhalten motiviert werden. Dieses will die Schule Anfang Oktober vorstellen. Schüler, die zu Fuß gehen oder Warnwesten tragen sammeln Punkte für ihre Klasse. Wie die Klassen belohnt werden, verrät Maurer noch nicht. „Es hat aber mit Bewegung zu tun.“

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