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Mehrere Schwerverletzte nach Klinikbrand außer Gefahr

Bochum (dpa) Die Lage nach dem Brand im Bochumer Uniklinikum Bergmannsheil entspannt sich langsam. Einigen Verletzten geht es besser. Das Feuer war wohl von einer Patientin gelegt worden. Haben gelagerte Gasflaschen für Beatmungsgeräte den Brand beschleunigt?

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Zerstörte Gebäude der Klinik Bergmannsheil in Bochum. Bei dem Großbrand sind nach Angaben der Feuerwehr zwei Menschen ums Leben gekommen, mindestens 16 weitere wurden verletzt. Foto: Maja Hitij

Die oberen Stockwerke des Bochumer Universitätsklinikums Bergmannsheil sind nach einem Brand völlig zerstört. Foto: Marcel Kusch

Ein Bettenlager könnte das Ausmaß des Feuers verstärkt haben. Foto: Ina Fassbender

Die Flammen griffen vom sechsten Stock auch auf die siebte und achte Etage sowie auf das Dachgeschoss über. Foto: Federico Gambarini

Das Feuer brach gegen 2.35 Uhr in einem Patientenzimmer aus. Foto: Marcel Kusch

Die Bochumer Feuerwehr wurde von Einsatzkräften aus Nachbarstädten unterstützt. Foto: Marcel Kusch

Große Teile des Dachs sind zerstört. Foto: Marcel Kusch

Krankenschwestern verlassen das Gelände des Universitätsklinikums. Foto: Marcel Kusch

Aus den oberen Stockwerken des Krankenhauses Bergmannsheil schlagen Flammen. Foto: Marcel Kusch

Das Universitätsklinikum Bergmannsheil ist eines der größten Krankenhäuser des Ruhrgebiets. Foto: Marcel Kusch

Einen Tag nach dem Großbrand in einem Bochumer Krankenhaus mit zwei Toten sind mehrere der neun schwer verletzten Patienten außer Gefahr. Vier der fünf Menschen, die in anderen Klinikteilen auf Intensivstationen behandelt werden, schweben nicht mehr in Lebensgefahr.

Bei einer Person sei der Zustand aber kritisch, teilte das Klinikum Bergmannsheil mit. Vier weitere Schwerverletzte waren in Spezialkliniken nach Aachen, Düsseldorf, Wiesbaden und Leipzig geflogen worden. Insgesamt waren 16 der 180 in dem Gebäude untergebrachten Menschen verletzt worden.

Nach ersten Untersuchungen gehen die Ermittler davon aus, dass eine 69 Jahre alte Patientin der Station für Infekte in Suizidabsicht in ihrem Zimmer im sechsten Stock das Feuer gelegt haben könnte. Auch sie war in den Flammen gestorben. In einem Nebenzimmer kam ein 41 Jahre alter Patient aus Marl im nördlichen Ruhrgebiet ums Leben.

Das Feuer hatte sich am frühen Freitagmorgen in Windeseile auf die beiden darüberliegenden Etagen und das Dachgeschoss ausgebreitet. Wegen der enormen Hitze schmolzen Fenster und Möbel. Obwohl die Feuerwehr über die Brandmeldeanlage alarmiert wurde und schnell vor Ort war, hatten die Flammen schon stark um sich gegriffen. Erst gegen Mitternacht war der Einsatz abgeschlossen. Rund 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und THW waren beteiligt.

Die Ermittlungen der Polizei und der Brandsachverständigen sollten auch das Wochenende hindurch andauern. Die Polizei befragte Zeugen und Personal. Warum sich das Feuer so schnell ausbreitete, war ebenfalls zunächst noch unklar. Laut "Rheinischer Post" vermutet die Feuerwehr, dass gelagerte Gasflaschen Schuld sein könnten. Diese würden für die Beatmung auf den Stationen benötigt, hieß es in einem Online-Bericht. Die Klinik hatte bereits Vermutungen zurückgewiesen, dass ein Bettenlager über der Brandetage das Feuer verstärkt haben könnte.

Das Gebäude ist nicht nach Angaben der Feuerwehr nicht einsturzgefährdet. In den betroffenen oberen Geschossen und am Dach werden aber Gebäudeteile gesichert. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mehrere Millionen Euro. Das Universitätsklinikum Bergmannsheil mit rund 650 Betten ist eines der größten Krankenhäuser im Ruhrgebiet.

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