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Interview zu sexistischen Aussagen

Melania Trump zu Vorwürfen: "Ich war überrascht"

New York Donald Trump trifft keine Schuld für seine sexistischen Aussagen - das sagt zumindest seine Frau Melania in einem Fernseh-Interview. Sie macht den Gesprächspartner ihres Mannes verantwortlich. Für den haben die Kommentare nun tatsächlich Konsequenzen.

Melania Trump zu Vorwürfen: "Ich war überrascht"

Donald und Melania Trump.

Melania Trump hat ihren Mann Donald für die sexistischen Aussagen aus einem Video in Schutz genommen. Er sei von dem Moderator Billy Bush dazu angestachelt worden, „dreckige und schlimme Sachen zu sagen“, sagte die Frau des republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten in einem Interview des Senders CNN, von dem am Montag zunächst ein Ausschnitt veröffentlicht wurde.

Melania Trump: I accept my husband's apology for his words in the 2005 video https://t.co/bdHJg11T13https://t.co/rYycSdGmqQ

— CNN (@CNN) 18. Oktober 2016

Die 46-Jährige bezeichnete die Aussagen als „Gespräch unter Jungs“. Möglicherweise hätten die beiden Männer nicht gewusst, dass das Mikrofon angeschaltet gewesen sei. Sie habe dem Unternehmer gesagt, dass seine Kommentare nicht hinnehmbar seien. „Ich war überrascht, denn das ist nicht der Mann, den ich kenne.“ Sie akzeptiere aber seine Entschuldigung.

In dem Video, das vor zehn Tagen veröffentlicht wurde, hört man ein Gespräch zwischen Trump und Bush, das beide im Jahr 2005 während einer Busfahrt geführt hatten. Trump brüstet sich damit, dass er sich gegenüber Frauen alles erlauben könne, weil er berühmt sei. Er könne ihnen sogar zwischen die Beine grapschen. Bush war damals Moderator der Fernsehsendung „Access Hollywood“. Auch er äußert sich abfällig.

Flammende Rede von Michelle Obama

Die aktuelle First Lady der USA, Michelle Obama, hatte in der vergangenen Woche viel Lob für eine flammende Rede erhalten, in der sie genau diese Verharmlosung das Gesagte als "Umkleidengespräch" anprangerte. Trumps Kommentare hätten sie im Mark erschüttert, sagte sie bei einer Veranstaltung in New Hampshire. Seine Kommentare seien schändlich und inakzeptabel.

"Das ist nicht mehr normal. Dies ist keine gewöhnliche Politik mehr", sagte Obama. "Anständige Menschen benehmen sich nicht so. Und sicher erst recht nicht jemand, der Präsident der Vereinigten Staaten werden möchte." Trumps Versuch, die Vorwürfe abzutun, sei eine Beleidigung für alle anständigen Männer. "Egal, welcher Partei man angehört - Demokraten, Republikaner, Unabhängige - keine Frau hat es verdient, so behandelt zu werden", sagte Obama.

Billy Bush verliert seinen Job

Für den Fernsehsender NBC war das Grund genug, sich am Montagabend endgültig von dem Entertainer zu trennen. Das teilte Bushs Vorgesetzter in der „Today“-Show, Noah Oppenheim, in einem Schreiben an Mitarbeiter mit, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Der Sender hatte Bush bereits vor einer Woche suspendiert. Der 45-Jährige ist Cousin des gescheiterten Präsidentschaftsbewerbers Jeb Bush und des Altpräsidenten George W. Bush.

Das Video löste einen Eklat im Wahlkampf aus. Etliche Republikaner distanzierten sich von Trump. In den vergangenen Tagen beschuldigten mehrere Frauen den Unternehmer, ihnen gegenüber übergriffig geworden zu sein. Der Präsidentschaftskandidat wies die Vorwürfe als unwahr zurück. Auch seine Frau Melania äußerte sich in dem Interview mit CNN ähnlich.

von dpa

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