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Menschen ganz direkt ansprechen

Menschen ganz direkt ansprechen

An und in Bussen gibt es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Schülern, so wie jetzt mit einer 13-Jährigen und zwei anderen Mädchen.Schroeter (A) Foto: Thomas Schroeter

Castrop-Rauxel. Viele Kinder in Castrop-Rauxel kommen mit dem Bus zur Schule. Die Verkehrsbetriebe setzen dafür gerade morgens und mittags neben den normalen Linienbussen auch Extrafahrzeuge ein, weil dann der Andrang besonders groß ist. Weil die Busse zu solchen Zeiten oft sehr voll sind, kommt es im Bus, aber auch an den Haltestellen immer wieder zu Schubsereien, zu dummen Sprüchen und echten Auseinandersetzungen. Eine solche Situation musste jetzt auch ein 13-jähriges Mädchen erleben, das von zwei anderen Mädchen im Bus angegangen und verprügelt worden sein soll. Niemand im Bus soll eingegriffen haben, auch der Busfahrer nicht, der wegen der vielen Leute im Bus wohl nichts von dem Vorfall mitbekommen hat.

Was können Schülerinnen und Schüler tun, wenn sie in eine solche Situation kommen? Darüber haben wir mit zwei Mobbing- und Streitexperten gesprochen und sie um Tipps gebeten, wie man sich in einem solchen Fall verhalten soll. Diese Ratschläge geben Rainer Lümmen und Andrea Collet, die im Jugendzentrum BoGi's als Sozialarbeiter tätig sind:

Man sollte einen Mitfahrer gezielt ansprechen. ‚Sie da im blauen Pullover, können Sie mir helfen?' ist deutlich effektiver als ein allgemeiner Hilferuf. Wenn man jemanden direkt anspricht, fühlt derjenige sich eben einfach verpflichtet.

Jeder hat ja heute ein Handy. Also könne man Hilfe rufen, auch als Zeuge – und zwar im Zweifel die Polizei.

Um Stress im Vorfeld zu vermeiden, gibt es folgenden Tipp: Einfach in der Nähe des Busfahrers bleiben, also eher vorne im Bus einsteigen. Man sieht das oft in den Bussen: Die 'Checker' setzen sich gern nach hinten, die etwas ruhigeren Schüler nach vorne. Wer Angst hat, sollte nach vorne gehen – da passiert seltener etwas.Thomas Schroeter

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