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Duisburg, Dortmund, Gelsenkirchen

Menschen im Ruhrgebiet ärmer als angenommen

BERLIN In Deutschlands Großstädten und vor allem im Ruhrgebiet sind die Menschen ärmer, als bislang angenommen. Dort nahm in den vergangenen Jahren die Einkommensarmut stärker zu als auf dem Land, berichtet das arbeitgebernahe Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln (IW).

Menschen im Ruhrgebiet ärmer als angenommen

Vor allem in vielen Städten wächst die Armut.

Dagegen schrumpfen nach der Analyse die Unterschiede zwischen Ost und West. „Das eigentliche Problem ist das Land-Stadt-Gefälle“, sagte IW-Direktor Michael Hüther. Zwar sei Einkommensarmut im Osten stärker verbreitet als im Westen. Rechne man aber gegen, dass Ostdeutsche wegen niedriger Preise weniger ausgeben müssen als Westdeutsche, nehme das Gefälle ab.

Wenn in fünf Jahren der Solidarpakt II auslaufe, durch den Ostdeutschland zusätzliches Geld bekommt, müsse die regionalpolitische Förderung auf Städte und Ballungsräume umgelenkt werden, forderte Hüther. Dort müssten Investitionen, Gründungen, Bildung und Integration gestärkt werden.

Das Institut hat den Zahlen für relative Einkommensarmut die jeweiligen Preisen in den Regionen gegenüber gestellt. Daraus bilden die Forscher den neuen Begriff Kaufkraftarmut, den sie für aussagekräftiger halten. Einkommensarm ist laut IW, wer als Alleinstehender weniger als 870 Euro im Monat zur Verfügung hat.

Doch will sich ein Münchner genauso viel leisten wie ein Durchschnittsdeutscher mit jenen 870 Euro, muss er 1030 Euro ausgeben, wie die Analyse ergab. In Stendal und im Vogtland reichten dagegen knapp 800 Euro. Stark gesunken ist demnach die Kaufkraft in Städten wie Duisburg, Dortmund und Gelsenkirchen. Folglich sei im Ruhrgebiet auch die Kaufkraftarmut am stärksten gewachsen. Große Probleme gebe es weiterhin auch in Mecklenburg-Vorpommern. 

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