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Menschenhandel: Frau bricht im Gericht zusammen

von von Jörn Hartwich

, 15.08.2008

BOCHUM Im Prozess gegen einen mutmaßlichen Menschenhändler ist es am Freitag zu dramatischen Szenen gekommen. Das angebliche Opfer, eine 27-jährige Frau aus Marokko, brach nach der Zeugenaussage im Gerichtssaal zusammen.Die Frau war auf dem Weg zu ihrem Anwalt, wollte als Nebenklägerin weiter am Prozess gegen ihren mutmaßlichen Peiniger und Ex-Ehemann teilnehmen. Doch dann knickten ihr plötzlich die Beine weg. Ein sofort alarmierter Notarzt riet zur Unterbringung im Krankenhaus. Und so kam es dann auch. Warum die Frau den plötzlichen Zusammenbruch erlitten hat, ist unklar. Blutdruck und Sauerstoffsättigung waren nach Angaben des Notarztes in Ordnung.Dem Angeklagten (25) wird vorgeworfen, der Frau in Marokko zunächst seine Liebe vorgegaukelt, sie dann geheiratet und in Bochum zur Prostitution gezwungen zu haben. Er selbst bestreitet die Vorwürfe, behauptet, die Frau habe schon in Marokko als Prostituierte gearbeitet. Seiner Meinung nach wollte sie selbst nach Deutschland kommen – wegen der besseren Verdienstmöglichkeiten.