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Merkel-Debatte bei Katholikentag in Münster im Fokus

Münster. Die Kanzlerin will beim Katholikentag in Münster über die veränderte Weltlage, Konfliktherde und aggressive Regimes sprechen. Einer ihrer namhaftesten Kabinettskollegen hatte seinen für Donnerstag geplanten Auftritt dagegen kurzfristig abgesagt.

Merkel-Debatte bei Katholikentag in Münster im Fokus

Ein Mann hält eine Schale mit Hostien beim Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt. Foto: Rolf Vennenbernd

Der Besuch von Kanzlerin Angela Merkel steht am Freitag im Mittelpunkt des Katholikentags in Münster. Die CDU-Chefin diskutiert ab 11 Uhr mit dem Friedensforscher Tilman Brück und dem Kurienkardinal Peter Turkson über das Thema „Deutschland in einer veränderten Weltlage - Wie umgehen mit Konfliktherden und aggressiven Regimes?“.

Ein weiteres mit Spannung erwartetes Thema am dritten Tag des Glaubenstreffens ist die Ökumene, die Annäherung zwischen Katholiken und Protestanten. Dazu debattiert der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, ebenfalls ab 11 Uhr mit dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm.

Der Annäherungsprozess war zuletzt durch den Kommunionsstreit unter den katholischen Bischöfen in Deutschland belastet worden. Dabei geht es darum, ob protestantische Ehepartner im Einzelfall zur katholischen Kommunion gehen dürfen. Die Bischofskonferenz hatte den Weg dafür im Februar zwar freigemacht - mehrere Bischöfe begehrten allerdings öffentlich dagegen auf und schalteten sogar den Vatikan ein. Rom rief die Bischöfe zuletzt zu einer gemeinsamen Lösung auf.

Die stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus hält eine Annäherung für alternativlos. Die Einheit der Kirche sei durch Jesus vorgegeben - „es geht darum, wie wir dieser Einheit entsprechen können“, sagte Kurschus am Donnerstag in Münster. Mit Blick auf ein gemeinsames Abendmahl ergänzte sie: „Jesus Christus lädt ein, und wenn der einlädt, sind mit Gewissheit alle eingeladen. Hinter dieses Verständnis können wir als evangelische Christen nicht zurück.“

Kurschus bezeichnete alle Christen und damit auch die Bischöfe als „Schafe des guten Hirten Jesus Christus, dem wir nachfolgen“. Da brauche man „nicht noch einen, der zwischengeschaltet ist“.

Ebenso für 11 Uhr ist eine Podiumsdiskussion zum Thema „Keine Toleranz gegen Intoleranz! Gemeinsam gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit“ mit Abraham Lehrer, dem Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, und der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker angesetzt. Ab 14 Uhr wollen unter anderem Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Kölns Erzbischof Rainer Maria Woelki über den „Störfaktor Religion - Wie viel Glaube verträgt die Öffentlichkeit?“ sprechen.

Am Donnerstag war in Münster vor allem der geplante Auftritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer mit Spannung erwartet worden. Der CSU-Politiker sollte an einer Diskussion zum Thema Integration teilnehmen. Doch einige Stunden zuvor sagte er ab, und zwar „aufgrund der Verkehrslage“, wie eine Moderatorin auf dem Podium bekanntgab. Die Mitteilung wurde im Saal mit lautstarkem Gelächter aufgenommen. Für Seehofer sprang kurzfristig Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein.

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