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«Messi» dominiert Party - Viele gefälschte Tickets

Berlin (dpa) Die Finalparty hat den ganzen Tag getobt. Ein Verein hat auch hier die Übermacht. Krawalle bleiben aus. Nur der Schwarzmarkt hat der Polizei Sorgen gemacht.

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Gute Stimmung auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor. Foto: Kay Nietfeld

Rot-Blau dominierte das Bild in Berlin. Foto: Lukas Schulze

Die Barça-Fans setzen auf ihr Sturmtrio Luis Suarez, Lionel Messi und Neymar. Foto: Lukas Schulze

Auch die Tifosi sind auf dem UEFA Fan Festival am Brandenburger Tor zahlreich vertreten. Foto: Kay Nietfeld

Jecken-Mütze und Trikot - dieser Juve-Fan ist gut vorbereitet. Foto: Ettore Ferrari

Diese weiblichen Fußballfans tragen Schals von Juventus Turin und dem FC Barcelona. Foto: Kay Nietfeld

Der FC Barcelona hat sich in Berlin gleich zweifach durchgesetzt. Abends auf dem Spielfeld holten Lionel Messi und seine Mitspieler ihren fünften Champions-League-Titel. Schon vorher hatten die Barcelona-Fans tagsüber die Aufwärmparty gegen Juventus Turin für sich entschieden.

So turbulent wie auf dem Spielfeld verliefen der Tag und die Nacht in der Hauptstadt aber nicht. Nach Polizeiangaben blieb es bis Mitternacht friedlich. Probleme gab es nur mit vielen gefälschten Eintrittskarten.

Die Berliner Innenstadt zeigte sich am Samstag eher im Blau-Rot der Spanier als im schwarz-weiß der Italiener. Ein «Mini-Messi» da, ein Neymar-Trikotträger dort und wieder ein Messi - da blieben die schwarz-weiß gestreiften Trikots von Juve-Star Andrea Pirlo deutlich in der Unterzahl.

Auch in Biergärten und Kneipen waren die Barca-Fans in der Überzahl. Entsprechend fiel der Jubel aus, als das 2:1 und schließlich kurz vor dem Schlusspfiff das 3:1 fiel. Trikots und Schals wurden zu Fan-Gesängen hochgerissen. Fans tanzten vor den Bildschirmen. «Es wird knapp», hatte Bundestrainer Joachim Löw vor dem Finale gesagt und ein besseres Ende für die Katalanen vorhergesagt.

Hunderte Anhänger des FC Barcelona und von Juventus Turin waren am Spieltag auf die Fan- und Werbemeile der UEFA am Brandenburger Tor im Herzen Berlins geströmt. Das lange Anstehen für ein Foto mit dem UEFA-Henkelpott, der tagsüber ausgestellt wurde, nutzten Fans beider Clubs zum gemeinsamen friedlichen Feiern und Fotografieren.

Je 20 000 der insgesamt 70 500 Tickets für das Spiel im Olympiastadion waren an die beteiligten Clubs gegangen. Allein 25 000 Fans flogen mit Sonderflügen in die deutsche Hauptstadt. Viele Flüge gingen schon in der Nacht und am frühen Morgen wieder zurück. 

Die Barcelona-Stars kamen um 19.15 Uhr ins Stadion - in Trainingsklamotten. Die Juve-Spieler präsentierten sich Minuten später deutlich schicker in feinen Maßanzügen. Als erster Spieler kam Marc-André Ter Stegen um 19.55 zum Aufwärmen auf den Platz und wurde mit «Ter-Stegen»-Rufen von Barca-Fans gefeiert.

In der Stadt hatten die Anhänger reichlich Unterhaltung. Auf einem von der Europäischen Fußball-Union UEFA errichteten Kleinfeld-Stadion hinter dem Brandenburger Tor kickten bei hochsommerlichen Temperaturen internationale Jugendteams. In Fußball-Käfigen konnten die Fußball-Verrückten Elfmeter gegen automatische Torhüter schießen.

Das Champions-League-Finale, in dem der Sieger 10,5 Millionen Euro einsackte, wurde in 200 Länder übertragen und konnte weltweit von etwa 400 Millionen Menschen gesehen werden.

Die Polizei registrierte zahlreiche Anzeigen wegen gefälschter Eintrittskarten, die noch kurz vor dem Spiel auf dem Schwarzmarkt verkauft wurden. Ein Polizeisprecher sagte, man gehe von einer hohen zweistelligen Zahl aus. Wegen der hohen Schwarzmarktpreise sei der Anreiz offenbar groß gewesen.

Ansonsten habe es bis zum Ende des Spiels einen ruhigen Einsatz gegeben. Nur wenige Menschen seien wegen des Abbrennens von Feuerwerk oder wegen Taschendiebstählen festgenommen worden. «Die Fans waren zum großen Teil in Partystimmung und haben sich absolut sportlich verhalten.»

Rund um die Fanfeiern waren 1800 Polizisten im Einsatz, darunter auch 15 Polizeiexperten aus Italien und Spanien. Dazu kamen weitere 1000 Bundespolizisten, die beim ersten Champions-League-Finale in Berlin schwerpunktmäßig an Bahnhöfen und am Flughafen präsent waren.

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