Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Michael Krüger fordert Verjüngung des Nobelpreis-Komitees

Stuttgart. Nach dem Skandal um Missbrauchsvorwürfe wird der Literaturnobelpreis dieses Jahr abgesagt. Michael Krüger hält vor allem eine Verjüngung des Nobelpreis-Komitees für wichtig.

Michael Krüger fordert Verjüngung des Nobelpreis-Komitees

Der frühere Verleger des Hanser-Verlags hält eine Verjüngung der Schwedischen Akademie für wichtig. Foto: Arno Burgi

Der frühere Verleger des Hanser-Verlags, Michael Krüger, hält eine Verjüngung der Schwedischen Akademie für wichtig.

„Ein paar neue Mitglieder sind notwendig, man sollte mehr darauf achten, wer in die Akademie gewählt wird, und nicht nur, wer mit wem befreundet ist“, sagte der 74-Jährige der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Samstag).

„Da sitzen zum Teil sehr alte Leute drin, die mit Literatur im engeren Sinn nichts zu tun haben, das ist alles ziemlich verkrustet.“ Bisher wurden 17 Autoren des Hanser-Verlags mit dem Literaturnobelpreis geehrt.

Die Schwedische Akademie hatte am Freitag angekündigt, in diesem Jahr erstmals seit fast 70 Jahren keinen Literaturnobelpreis zu verleihen. Grund ist ein Skandal um Missbrauchsvorwürfe, Korruption und die Rücktritte zahlreicher Akademie-Mitglieder. Aktuell sind nur noch zehn der einst 18 Mitglieder aktiv.

„Da muss einfach mal ausgemistet werden, einmal mit dem Besen durch, dann machen wir weiter“, hatte die Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) gesagt.

Der Literaturpreis wird nicht zum ersten Mal abgesagt, zuletzt wurde er von 1940 bis 1943 wegen des Zweiten Weltkriegs überhaupt nicht vergeben. Mehrmals wurde er zudem um ein Jahr verschoben. Für einen solchen Fall sehen die Nobelstatuten vor, dass das Preisgeld bis zum Folgejahr aufbewahrt und dann vergeben werden kann.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Buch im Gespräch

„Pik-Bube“ - Alptraum eines Schriftstellers

Berlin. Ein Schriftsteller führt im Roman „Pik-Bube“ von Joyce Carol Oates ein erfolgreiches literarisches Doppelleben. Aber dann gerät seine wohlorganisierte Existenz aus den Fugen und das Grauen wandert von den Buchseiten in seine Realität.mehr...

Buch im Gespräch

Hans Magnus Enzensberger über „99 Überlebenskünstler“

Berlin. Wie überlebt man schlimme Zeiten und Verhältnisse auch als Künstler? Hans Magnus Enzensberger zeigt das am Beispiel von 99 Schriftstellern, die das vergangene „Jahrhundert der Gewalt“ überstanden haben.mehr...

Buch

Steinmeier eröffnet Thomas-Mann-Haus

Los Angeles. Es war das Weiße Haus des Exils. Thomas Mann lebte dort rund ein Jahrzehnt und machte die Villa zum Treffpunkt berühmter Künstler und Intellektueller. Jetzt soll es Ort der transatlantischen Debatte werden. Dringenden Bedarf dafür gibt es jedenfalls.mehr...

Buch

Neuer Roman von Dörte Hansen spielt in Nordfriesland

Hamburg. Es war der Überraschungserfolg 2015: Mit ihrem Roman „Altes Land“ hat Dörte Hansen Millionen Leser begeistert. Auch ihr neues Buch „Mittagsstunde“ spielt auf dem Dorf - diesmal in Nordfriesland.mehr...

Buch

Dieter Wellershoff gestorben

Köln. Der Schriftsteller Dieter Wellershoff war ein stiller, nachdenklicher Mensch. Das hatte wohl auch damit zu tun, dass er nach Meinung vieler Kenner nie die Beachtung gefunden hat, die ihm eigentlich gebührt hätte.mehr...