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Microsoft bestätigt Ausbau von Cloud-Geschäft in Deutschland

München. Microsoft baut sein Cloud-Angebot in Deutschland kräftig aus und baut zwei neue Datenzentren. Auf besondere Absicherung durch ein Treuhänder-Modell verzichtet das Unternehmen dabei - offenbar wegen mangelnder Nachfrage.

Microsoft bestätigt Ausbau von Cloud-Geschäft in Deutschland

Mit dem Angebot einer „deutschen Cloud“ hatte Microsoft Ende 2015 nach den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden und der folgenden NSA-Affäre einen Nerv getroffen. Foto: Ole Spata

Microsoft investiert in Deutschland kräftig in das Cloud-Geschäft und will die Kapazität seiner Rechenzentren hierzulande verdoppeln.

Das bestätigte das Unternehmen der dpa. „Handelsblatt“ und „Wirtschaftswoche“ hatten bereits am Dienstag von den Plänen berichtet.

Es seien weitere Standorte in zwei neuen Regionen geplant, die noch einmal die gleiche Leistung der bisherigen Rechenzentren bieten sollen, sagte Microsoft-Manager Oliver Gürtler der dpa.

Keine Angaben machte Microsoft zunächst dazu, wann die Rechenzentren ihre Arbeit aufnehmen und in welchen Regionen sie konkret gebaut werden sollen. „Deutschland erwacht derzeit in puncto Cloud“, sagte Gürtler. Die Nachfrage sei inzwischen eine ganz andere als noch vor zwei Jahren.

Weltweit legte Microsofts Geschäft allein mit der Cloud-Plattform Azure nach Angaben von Gürtler im vergangenen Jahr um 98 Prozent zu. Wie das „Handelsblatt“ berichtete, hatte sich aber speziell das Angebot einer „deutschen Cloud“ als Ladenhüter erwiesen. Aktuell betreibt Microsoft dieses Angebot aus zwei Rechenzentren in Frankfurt und bei Magdeburg an. T-Systems überwacht und kontrolliert dabei als Treuhänder den Datenverkehr, so dass Microsoft selbst keinerlei Zugriff auf die Daten seiner Kunden hat.

Anders als bei den derzeit in Betrieb stehenden Rechenzentren verzichtet Microsoft an den neuen Standorten nun auf ein Treuhänder-Modell. Das Konzept richte sich vorwiegen an international tätige Unternehmen, sagte Gürtler. Mit einem Treuhänder-Modell seien die Daten zum Teil auch abgeschottet. Demgegenüber sei von global agierenden Unternehmen eine lokale Vorhaltung der Daten in verschiedenen Ländern gefragt. Die neuen Rechenzentren sollen deshalb an Azure-Zentren in anderen Ländern angeschlossen sein.

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