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Milder Winter: Wenige Schmetterlinge in diesem Sommer

Schwerin (dpa) Vielen Menschen fehlen sie in diesem Sommer - die bunten, an Blüten in Gärten und Parks schaukelnden Schmetterlinge. «Es gibt extrem wenige in diesem Jahr», sagte der Schmetterlingskundler Volker Wachlin.

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Tagpfauenaugen sitzen einträchtig nebeneinander auf dem blühenden Sommerflieder (Buddleja) im Botanischen Garten in Rostock. (Bild: dpa)

Auf einer Kleeblüte sitzt ein Schmetterling der Gattung Kleiner Fuchs. (Bild: dpa)

Ein Admiral (Vanessa atalanta) sonnt sich an einem Zaunpfeiler aus Holz. (Bild: dpa)

Der Falter mit dem Namen «Landkärtchen» (Araschnia levana) war Schmetterling des Jahres 2007 . (Bild: dpa)

Ein Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) sitzt in Freiburg auf einer lilafarbenen Blüte. (Bild: dpa)

Erst seit Mitte Juli seien einige Schmetterlinge zu sehen, aber deutlich weniger als in anderen Jahren. Selbst so häufige Arten wie die Kleinen und Großen Kohlweißlinge seien nur spärlich vertreten. «Die Gründe liegen in den Kapriolen der Natur», sagte der Sprecher der Bundesarbeitsgruppe Schmetterlinge beim Naturschutzbund (NABU). Vermutlich habe der vergangene zu warme und zu feuchte Winter den Faltern geschadet.

Überwinternde Arten wie Zitronenfalter, Kleiner Fuchs und Trauermantel seien im Frühjahr noch zu sehen gewesen. Falter, die als Puppen überwintern, hätten wahrscheinlich zu früh mit der Entwicklung begonnen und seien durch den späten Kälteeinbruch umgekommen. Die als Larven überwinternden Tiere seien durch das milde Wetter von Schädlingen heimgesucht worden. «Vieles ist denkbar», sagte Wachlin.

Die überlebenden Exemplare hätten vermehrt Eier gelegt, so dass ab Mitte Juli die Zahl der Schmetterlinge leicht anstieg. «Wenn es keine weiteren Wetterkapriolen gibt, gleicht die Natur ein solches Tief aus», sagte der Insektenkundler. Kritisch werde es, wenn mehrere Jahre mit milden Wintern oder Sommern mit starkem Regen aufeinander folgten. Fehle es an Faltern und deren Larven, werde das Nahrungsangebot für Vögel geringer. «Vor allem aber fehlt unserem Auge etwas, und das ist schade», sagte Wachlin.

Abgesehen von dem diesjährigen Tief gebe es einen Rückgang der Falter wegen der Abnahme ihrer Lebensräume. Betroffen seien Tiere, die auf Feuchtgebiete oder auf Magerrasen spezialisiert seien. «Einige Arten waren durch die Stilllegung in der Landwirtschaft wieder im Kommen», sagte der Experte. Sie könnten wieder verloren gehen, wenn die Stilllegung wegfalle.

Wer Schmetterlinge im Garten haben möchte, sollte nicht mit Chemikalien arbeiten und möglichst viele Wildkräuter stehen lassen. Allein Brennnesseln seien für vier Tagfalterarten wichtig - das Tagpfauenauge, den Admiral, den Kleinen Fuchs und das Landkärtchen.

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