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Wichtiger Stützpunkt

Militäroffensive auf IS-Hochburg Mossul gestartet

Mossul Im Schutze der Nacht haben die irakischen Sicherheitskräfte ihre Militäroffensive zur Rückeroberung der IS-Hochburg Mossul begonnen. Das verkündete Ministerpräsident Haider al-Abadi im Staatsfernsehen. Die Befreiung der Stadt wäre ein entscheidender Erfolg gegen die Terrororganisation.

Militäroffensive auf IS-Hochburg Mossul gestartet

Soldaten bei Mossul:  Von hier aus überrannte der IS weite Teile des Landes.

Die US-Regierung sprach von "einem entscheidenden Moment" im Kampf gegen die Terrormiliz. Sollte  die Millionenmetropole  tatsächlich befreit werden, wäre der IS im Irak militärisch weitestgehend besiegt.

"Die Stunde des Sieges hat geschlagen. Die Operation zur Befreiung Mossuls hat begonnen", sagte der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi im Staatsfernsehen. Er richtete sich direkt an die Bürger von Mossul und rief sie dazu auf, mit den irakischen Streitkräften zu kooperieren. "Sehr bald werden wir unter euch sein, um die irakische Flagge zu hissen." 

Letzte große Bastion des IS

Mossul ist die letzte Bastion der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak. Die nördlich gelegene Millionenstadt unweit der Grenze zur Türkei steht seit Juni 2014 unter Kontrolle der Extremisten. Von Mossul aus überrannte der IS weite Teile des Landes. Inzwischen hat er viele dieser Gebiete wieder eingebüßt. Im Nachbarland Syrien beherrscht die sunnitische Terrormiliz allerdings noch immer große Landstriche.

Blitzoffensive auf große Städte

Dschihadisten stürzen Irak ins Chaos

Bagdad Ein Land versinkt im Chaos: Nachdem die Terrorgruppe Isis die nordirakische Stadt Mossul gestürmt hat, rückt sie weiter gen Bagdad vor. Nach Angaben des Staatsfernsehens haben irakische Streitkräfte allerdings mit dem Gegenschlag begonnen und erste Städte wieder unter Kontrolle gebracht.mehr...

Kräfte der irakischen Armee und Polizei hatten in den vergangenen Wochen und Tagen im Umland von Mossul Stellung bezogen. Unterstützt werden sie bei der Offensive von kurdischen Peschmerga-Kämpfern, die aber nicht in die Stadt eindringen sollen. Auch lokale sunnitische Milizen sollen an dem Angriff beteiligt werden. Die von den USA geführte internationale Koalition fliegt Luftangriffe gegen den IS.

US-Verteidigungsminister Ashton Carter erklärte nach Beginn der Offensive: "Die Vereinigten Staaten und der Rest des internationalen Bündnisses stehen bereit, um die irakischen Sicherheitskräfte, Peschmerga-Kämpfer und das irakische Volk in dem schwierigen Kampf zu unterstützen, der ihnen bevorsteht." Ziel sei es, den IS dauerhaft zu besiegen und sowohl Mossul als auch den Rest des Iraks "vom Hass und der Brutalität" der Extremisten zu befreien.

4.000 IS-Kämpfer in Mossul und Umland

In Mossul und im Umland sollen sich rund 4000 IS-Kämpfer aufhalten. Diese haben nach verschiedenen Berichten in der Stadt tiefe Gräben und ein Tunnelsystem ausgehoben, um sich zu verteidigen. Außerdem ist damit zu rechnen, dass Straßen und Gebäude mit zahlreichen Sprengfallen versehen sind, was einen Vormarsch auf die Stadt erschweren könnte.

Umstritten ist der Einsatz schiitischer Milizen bei der Offensive. Diese hatten angekündigt, sich an der Militäroperation zu beteiligen. Die Sunniten lehnen das jedoch ab, weil sie befürchten, dass die schiitischen Milizen ihren Einfluss im Land noch weiter ausbauen könnten. Mossul ist die wichtigste sunnitische Stadt im Irak. Viele Sunniten fühlen sich von der Mehrheit der Schiiten im Land und von der schiitisch dominierten Zentralregierung diskriminiert.

In den vergangenen Tagen war zudem der Konflikt zwischen der irakischen Regierung und der Türkei erneut eskaliert. Bagdad fordert den Abzug türkischer Truppen, die nordöstlich von Mossul stationiert sind und dort unter anderem sunnitische Milizen ausbilden. Die Türkei lehnt jedoch einen Abzug ihrer Einheiten ab.

von dpa

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