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Mindestens 950 Angriffe auf Muslime und Moscheen in 2017

Osnabrück. Hetze gegen Muslime, Angriffe auf Kopftuch tragende Frauen, Nazi-Schmierereien an Häusern und Moscheen: Mindestens 950 Angriffe auf Muslime und muslimische Einrichtungen gab es im vergangenen Jahr - und tatsächlich dürfte die Zahl noch höher sein.

Mindestens 950 Angriffe auf Muslime und Moscheen in 2017

Frau vor der Fatih Camii Moschee in Dresden. Auf die Moschee wurde ein Sprengstoffanschlag verübt. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv

Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland mindestens 950 Angriffe auf Muslime und Einrichtungen wie Moscheen. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vorliegt.

Dabei seien 33 Menschen verletzt worden. Die Behörden registrierten allein knapp 60 Anschläge, Schmierereien und Schändungen, etwa mit Schweineblut, auf Moscheen und sonstige islamische Einrichtungen. In fast allen Fällen waren die Täter Rechtsextreme.

Da die Behörden Daten zu islamfeindlichen Straftaten erst seit Jahresbeginn 2017 auswerten, gebe es keine Vergleichszahlen aus dem Jahr 2016. Zu den erfassten Straftaten zählen Hetze gegen Muslime oder muslimische Flüchtlinge im Netz (sogenannte Hasskommentare), Drohbriefe, Angriffe auf Kopftuch tragende Frauen oder muslimische Männer auf der Straße, aber auch Sachbeschädigung und Nazi-Schmierereien an Häusern und Moscheen. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime (ZMD), Aiman Mazyek, geht davon aus, dass die Statistik nicht alle Delikte erfasse, wie er der Zeitung sagte.

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