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Mindestens zehn Tote bei Unwettern in Europa

Turin/Warschau/Wien (dpa) Bei schweren Unwettern sind am Freitag und in der Nacht zum Samstag in Teilen Europas mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Allein in Polen starben seit Freitag drei Menschen, mehrere Dutzend wurden verletzt, wie der polnische Fernsehsender TVPInfo berichtete.

Mindestens zehn Tote bei Unwettern in Europa

Ein Tornado richtete in Südpolen eine Schneise der Verwüstung an.

In der Slowakei wurden zwei junge Männer und in Österreich eine 41-jährige Frau von umstürzenden Bäumen erschlagen. Nahe der italienischen Stadt Turin traf ein Blitz einen zehnjährigen Jungen tödlich. In Genua ertrank ein 37-jähriger Italiener, der von den hohen Wellen des Mittelmeeres erfasst wurde. In Nordostitalien musste eine Gruppe von 20 deutschen und österreichischen Touristen in der Nacht zum Samstag vor Hochwasser in Sicherheit gebracht werden.

Wie die Feuerwehr berichtete, wurden mehrere Schlauchboote und Helikopter eingesetzt, um die Gruppe junger Camper vor den Fluten zu retten. Während ein Unwetter über Norditalien zog, hatten die Touristen trotz Warnungen des Zivilschutzes am Ufer des Tagliamento bei Pordenone ausgeharrt und sich vor dem steigenden Wasser auf eine kleine Insel zurückgezogen. Derweil riss die Flut Zelte und Autos mit sich.

Zwei Bergsteiger - ein Niederländer und ein Engländer - haben sich während eines Unwetters am Freitag im Monte-Rosa-Alpenmassiv verirrt und sind erfroren. Die Leichen wurden in der Nähe des Balmenhorn- Biwaks auf einer Höhe von etwa 4000 Metern gefunden und ins Tal gebracht, teilten die Behörden am Samstag in Aosta mit.

In Oberösterreich sind drei Bergsteiger aus Sachsen und Bayern am Freitag bei einem schweren Unwetter während der Besteigung des Großen Priel von einem Blitz getroffen und verletzt worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers vom Samstag waren die drei Alpinisten aus Dresden und Garching am Morgen aufgebrochen, mussten aber wegen völliger Erschöpfung eines der Bergsteiger nach etwa einem Drittel der Strecke die Tour abbrechen. Ein heraufziehendes Gewitter stoppte jedoch den Abstieg. Die Männer blieben in einer sogenannten Notfallbox, wo sie kurz danach vom Blitz getroffen wurden. Alle drei erlitten Verbrennungen.

Sturm, Hagel und starker Regen wüteten auch im Süden und in der Mitte Polens. In Kalina starb ein Mann, als ein Baum auf sein Sommerhaus stürzte. Dachteile erschlugen in Rusinowice eine 20- jährige Frau. In der Woiwodschaft Lodz starb eine Frau an einem Stromschlag, als sie von einer durch den Wind abgerissenen Stromleitung getroffen wurde. Vielerorts blockierten umgestürzte Bäume Straßen und Eisenbahnlinien. Bei Czestochowa drängte ein starker Windstoß einen Reisebus in den Straßengraben, zwei Insassen erlitten Verletzungen.

In der Westslowakei wurden in der Nacht zum Samstag zwei 17 und 18 Jahre alte Jugendliche bei einem Unwetter während eines Musikfestivals von einem Baum erschlagen. Eine 18-Jährige wurde schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei hatte das plötzlich hereingebrochene Unwetter mehrere Bäume in einem Zeltlager der Festivalbesucher am Rande der Stadt Jaslovske Bohunice umgerissen. Ein Baum stürzte direkt auf eines der Zelte und tötete die beiden jungen Männer. Das Festival wurde vorzeitig abgebrochen.

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